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ziemlich klar die Ursache der „Unbestimmtheit“ des Begriffes
der Produktivkräfte hervor; die Sache ist nämlich die, daß er
ein Grenzbegriff ist, der an der Scheide zwischen Technik und
Oekonomik steht. In ökonomischer Hinsicht ist der Begriff der
Wirksamkeit der gesellschaftlichen Arbeit wichtig. In
technischer Hinsicht ist das materielle Aequivalent dieser
Wirksamkeit der gesellschaftlichen Arbeit von Bedeutung,
d. h, die vorhandene Gesamtsumme der Produktions
mittel und der Arbeitskräfte. Wir können daher von den
Produktivkräften und der Produktivität der gesellschaft
lichen Arbeit reden als von zwei Seiten einer und der
selben mathematischen Größe M : (a + b), wo M die ganze
Masse der Produkte ist, die sich in irgendwelchen Einheiten
des Nutzeffektes ausdrückt (ob es Energiegrößen oder sonst
etwas sind, ist in diesem Fall gleichgültig); a und b sind Ein
heiten der gesellschaftlichen Arbeit: a — Einheiten der toten
Arbeit, b — der lebendigen. Betrachtet man diese Formel
vom „sachlichen" Standpunkt aus, so haben wir 1. die Menge
der verschiedenartigen Produkte, 2, die Menge der ver
schiedenartigen Produktionsmittel und 3. die Menge der ver
schiedenartig qualifizierten Arbeitskräfte, Diese drei Größen
sind absolut abhängig voneinander; dabei stellen die Pro
duktionsmittel das primäre Element dar. Die Produktionsmittel
zerfallen in Arbeitsmittel und andere Produktionsmittel (Roh
stoffe, Hilfsmittel usw.). Diese zwei Teile sind ihrerseits organisch
miteinander verbunden. Die konkreten Produktionsmittel setzen
überhaupt eine adäquate Menge von qualitativ bestimmten Ar
beitskräften voraus, denn der Produktionsprozeß hat seine tech
nische Logik, und in jedem gegebenen Moment sind die sach
lichen und persönlichen Elemente nach einem ganz bestimmten
Typus und in einem ganz bestimmten Verhältnis miteinander
verknüpft. Aber andererseits zerfallen die Produktionsmittel