Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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Ziehungen zwischen den Staaten usw. Im Prozeß dieses Zer 
falles entfallen der tatsächlichen Produktion nicht nur die 
Personenelemente des allgemeinen Arbeitsapparates, sondern 
auch die materiell-sachlichen Teile: wenn die Maschinen, ihr 
,,System“, ganze Fabriken „stehen“, gehen sie faktisch verloren. 
Die Produktivkräfte werden hier nicht physisch vernichtet, aber 
sie nehmen die Stellung von potentiellen Produktivkräften ein. 
Sie existieren in natura, aber sie existieren außerhalb des Pro 
zesses der gesellschaftlichen Reproduktion. 
Der Zerfall des Zusammenhanges zwischen den Elementen 
der Produktion ist die Hauptursache des Niederganges der Pro 
duktivkräfte in der Uebergangsperiode, Er ist mit der Struktur 
umwandlung der Gesellschaft verknüpft und, real gesehen, von 
ihr unzertrennbar; er ergibt sich aus ihr unvermeidlich und muß 
daher im Mittelpunkt der theoretischen Untersuchung stehen. Dazu 
müssen auch andere Unkosten des eigentlichen Umbaus gerechnet 
werden, wie z, B, die ursprüngliche Unfähigkeit der Arbeiter 
klasse, die Elemente der Produktion zu erfassen, die „Fehlgriffe“ 
der Aufbauperiode usw,, d. h. die ganze Energie, die auf die Um 
gestaltung des gesellschaftlichen Arbeitsapparates mit all den 
faux frais dieses Prozesses verwendet wird, 
IV, Die Umgruppierung der Produktivkräfte im Sinne des 
unproduktiven Verbrauchs. Dazu gehört vor allem die Befriedi 
gung der Bedürfnisse des Bürgerkrieges und des sozialistischen 
Klassenkrieges. Bei dem Anwachsen des revolutionären Pro 
zesses zum revolutionären Weltprozeß verwandelt sich der 
Bürgerkrieg in einen Klassenkrieg, den von seiten des Proletariats 
eine reguläre „Rote Armee“ führt. Es ist vollkommen klar, daß 
vom Standpunkt der nächsten Kreisläufe der Reproduktion die 
Unkosten dieses Krieges eine ebensolche ökonomische Er 
schöpfung erzeugen wie die Unkosten jedes anderen Krieges, 
Er kann geführt werden, weil auf der neuen Grundlage ein
	        
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