Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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Grad der Organisiertheit dieser Klasse abhängt. Und die revo 
lutionäre Klasse ist dann am meisten organisiert, wenn sie sich 
als Staatsgewalt konstituiert hat. Aus diesem Grunde bildet 
die Staatsgewalt die „konzentrierte und organisierte Gewalt der 
Gesellschaft," Aus diesem Grunde ist die revolutionäre Staats 
gewalt der mächtigste Hebel der ökonomischen Umwälzung, 
In der Zeit des Ueberganges vom Kapitalismus zum Kommu 
nismus ist die revolutionäre Klasse, die Schöpferin der neuen 
Gesellschaft, das Proletariat, Seine Staatsgewalt, seine Diktatur, 
der Sowjetstaat, bildet einen Faktor der Zerstörung der alten 
ökonomischen Zusammenhänge und der Schaffung neuer, „Die 
politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Ge 
walt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen."*) Soweit 
diese politische Macht als „konzentrierte Gewalt“ über die Bour 
geoisie selbst eine ökonomische Kraft darstellt, ist sie eine Kraft, 
die die kapitalistischen Produktionsverhältnisse sprengt, das 
materiell sachliche Gerüst der Produktion dem Proletariat zur 
Verfügung stellt und nach und nach unproletarische Personen 
elemente der Produktion in das System des neuen gesellschaft 
lichen Produktionszusammenhanges einführt. Andererseits aber 
kehrt sich diese „konzentrierte Gewalt“ auch nach innen, indem 
sie einen Faktor der Selbst Organisation und der zwangsmäßigen 
Selbstdisziplin der Werktätigen bildet. Wir müssen also die 
beiden Seiten des Zwanges untersuchen: in bezug auf die nicht 
proletarischen Schichten und in bezug auf das Proletariat selbst 
und die ihm nahestehenden gesellschaftlichen Gruppen. 
Das herrschende Proletariat hat in der ersten Phase seiner 
Herrschaft gegen sich 1, die schmarotzenden Schichten (die ehe 
maligen Gutsbesitzer, allerhand Rentner, bürgerliche Unter 
nehmer, die zu dem Produktionsprozeß wenig Beziehungen 
haben, die Handelskapitalisten, Spekulanten, Börsianer, Ban- 
„Das Kommunistische Manifest", II. Proletarier und Kommunisten. 
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