Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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Produktionseinheiten, aber sie verschärft danach die anarchischen 
Beziehungen zwischen den großen Produktionsteilen, Die „Rei 
bungen" im allgemeinen Wirtschaftssystem verschwinden an dem 
einen Orte, nur um in viel größeren Dimensionen an anderem 
Orte aufzutauchen; sie verwandeln sich in Reibungen zwischen 
den Grundtcilen des großen We/tmechanismus. 
Die Zentralisation des Kapitals vollzieht sich nach denselben 
drei Grundlinien, auf denen der Konkurrenzkampf fortschreitet; 
es ist entweder eine horizontale Zentralisation, wenn ein Auf 
saugen gleichartiger Unternehmen geschieht, oder eine vertikale 
Zentralisation, wenn sich eine Verschmelzung verschiedenartiger 
Unternehmen vollzieht, oder schließlich eine kombinierte Zen 
tralisation, wenn eine Kombination von Kombinationen oder eine 
Kombination aus einem kombinierten und einem einfachen Unter 
nehmen entsteht. In der Wc/fwirtschaft findet die Zentralisation 
des Kapitals ihren Ausdruck in den imperialistischen Annexionen, 
die sich genau so nach den drei Grundlinien des Konkurrenz 
kampfes unterscheiden lassen.*) 
Als Folge des Krieges nehmen wir dieselben Erscheinungen 
wahr wie infolge der Krise; neben der Störung der Produktiv 
kräfte eine Vernichtung von kleinen und mittleren Weltgrup 
pierungen (Untergang selbständiger Staaten) und Entstehung 
noch größerer Kombinationen, die auf Kosten der untergehenden 
Gruppen wachsen. 
Die Produktionsverhältnisse der kapitalistischen Welt be 
schränken sich jedoch nicht auf das Verhältnis zwischen den 
„Warenproduzenten", d. h, auf das Verhältnis zwischen einzelnen 
Kapitalisten oder deren Verbänden (Syndikaten, Trusts, Staa 
ten). Die moderne Weltwirtschaft ist nicht allein eine Waren 
wirtschaft, sondern auch eine kapitalistische Warenwirtschaft. 
) Vergl. unsere Arbeit; „Weltwirtschaft und Imperialismus“ (russisch). 
(Ungarische Uebersetzung; Budapest 1919. Anm. d. Ueb.).
	        
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