Metadata: Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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2. Das Maschinenfieber sei einzudämmen, indem Fergger 
und Kaufleute sich verpflichten, nur den dato bestehenden 
Maschinen Arbeit zu geben. 
3. Der Normalarbeitstag des eidgenössischen Fabrikgesetzes 
von 11 Stunden sei auch aus die Einzelsticker, beziehungs 
weise die Hausindustrie, auszudehnen. 
4. Es sei ein zentrales Kontrolbnrean zu errichten, das 
tadelnswerthe Waare, Liefcrungsverspätnngen ?c. zli prüfen 
und überhaupt bei allen Anständen in Bezug ans Abzüge, 
Retonrwaaren und Entschädigungsforderungcn endgültig zu 
entscheiden habe. 
5. Wer tut Verband sei, solle nur für Verbandsmitglieder 
arbeiten und nur von solchen Arbeit nehmen. 
Mit diesen Forderungen war der eigentliche Minimal 
lohn postulirt, zugleich eine durchgreifende Kontrole, wie sie 
wahrscheinlich der Stickereiverband von allen Berufsgenossen 
schaften allein besitzt, und endlich auch jene Verpflichtung der 
Verbandsmitglieder, nur unter sich zu arbeiten, welche später der 
eigentliche Rückgrat des Verbandes wurde. Die Ergänzungs- 
postnlate überwies man an die Kommission, deren Wahl nach 
Maßgabe einer gerechten Betheiligung der verschiedenen Landes 
theile vorgenommen wurde. Ihr wurde der Auftrag ertheilt, 
einen Statutenentwurf zu Handen einer zweiten Delegirten- 
versammlnng vorzubereiten, eine solche in thunlichster Bälde 
einzuberufen und inzwischen für den Anschluß der weiteren 
Elemente und ganz besonders der Kaufmannschaft thätig zu sein. 
Nicht ohne schwere Kämpfe im Schoße der Kommission 
cinigie man sich auf einen Statutencntwurf, der im Wesentlichen 
jetzt noch in den zur Zeit bestehenden Statuten (siehe Gesetzes 
sammlung im Anhang) enthalten ist. Die Ansichten der Kom 
mission gingen darin auseinander, ob die Ergänzungspostnlate 
in die Statuten aufzunehmen und in der Konstitution des 
Verbandes niederzulegen oder ob sie nur ans dem Verord- 
unngswege zu verwirklichen seien. Schließlich entschloß man
	        
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