DIE URSACHEN DER ABWANDERUNG UND IHR UMFANG.
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Zum Teil in führenden Stellungen als Beamte, In
dustrielle und Kaufleute haben sich diese zugeiwanderten
altdeutschen Elemente große Verdienste um die wirtschaft
liche Hebung Elsaß-Lothringens seit 1870/71 erworben.
Viele von ihnen hofften angesichts des Einmarsches der
Eranzosen im November 1918 im kommenden Kampf der
beiden Kulturen zu ihrem Teil mitstreiten zu können.
Und wer solchen Glauben nicht in sich trug, wer die
Franzosen besser kannte, der war froh, in einer Zeit
schwerster Umwälzungen mit Frau und Kind ein schützen
des Dach über sich zu behalten.
Die Feindseligkeiten waren eingestellt, der Waffen
stillstandsvertrag verkündete Schutz der Person und des
Eigentums. Nicht nur die einzelnen Deutschen in Elsaß-
Lothringen, sondern auch die Behörden trafen auf Grund
dieser Tatsachen ihre Entscheidungen. Elsaß-Lothringen
blieb deutsches Staatsgebiet, die Bewohner deutsche Staats
angehörige trotz der Besetzung durch den Feind. Die
Beamten blieben auf ihrem Posten. Noch am 19. Novem :
ber 1918 erschien folgende Verordnung:
Ministerium f. Elsaß - Lothringen,
Abteilung für Justiz und Kultus.
Straßburg, 19. Nov. 1918.
Nach einer Mitteilung des Demobilmachungsamtes in Berlin
haben die elsaß-lothringischen Behörden und Beamten auch bei Be
setzung des Landes auf ihrem Posten zu bleiben.
Die aus dem Heeresdienst entlassenen planmäßigen Beamten
werden .... wieder in ihre Dienststelle einzutreten haben. . . .
gez. I. A. Dr. Laucher.
Am 21. November 1918 wurde die rote Fahne auf der
Turmspitze des Straßburger Münsters eingezogen, und die
blau-weiß-rote Trikolore gehißt. Die Franzosen besetzten
das Land; aber ihnen galt vom ersten Augenblicke an
Elsaß-Lothringen nicht als besetztes deutsches Staatsgebiet,
sondern als befreite französische Erde. Mit dem Schlag
wort von der Befreiung der verlorenen Provinzen har
Frankreich seine Kriegshetze betrieben. Der Glaube an
diese Mission hat das französische Volk trotz aller Nieder