Bedarf an Geld.
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nur annäherungsweise zu bestimmen oder zu schätzen,
geschweige denn förmlich zu messen * ®).
Die ganze Theorie bleibt so eingestandenermaassen
etwas vollkommen Unfruchtbares, rein „Akademisches.“
Man kann nun allerdings den Ausdruck „Geldum
lauf“ auch noch in einem andern Sinne nehmen, als in
dem des Uebergangs der einzelnen Geldstücke aus
einer Hand in die andere, nämlich im Sinne der „rasche
ren“ oder „langsameren“ Wiedereinnahme des ausge
gebenen Geldes durch ebendieselben Personen, die es
18) Vrgl. J. Locke a. o. a. 0. p. 33: ,,TAis shows the ne
cessity of some proportion of money to trade, but what proportion
that IS, is hard to determine, because it depends not barely on the
quantity of money, but the quickness of circulation''*. ,,The very
same shilling may, at some time pay twenty men in twenty days,
at another, rest in the same hands one hundred days together.
This makes it impossible exactly to estimate the quan-
of money needful in trade**.
Vrgl. ferner Rau I, p. 325.
W. S. J evens, Geld u. Geldverkehr p. 346: ,,Uebcr die
**cc h sc h ni tt I ic he Circulation lässt sich gar nichts si
cheres fest s tel len. Manche Münzen, besonders die kleinen Sil
ber- und Kupfermünzen, mögen des Tages mehrere male von Hand
zu Hand gehen, wahrend andere Münzen oder Aoten vielleicht wo
chenlang, ja monale- und jahrelang im Kasten liegen bleiben. Bis
her ist mir noch nirgends ein Versuch bekannt geworden, die durch
schnittliche Schnelligkeit der Circulation zu bestimmen, und ich gestehe,
dass mir auch noch keine Möglichkeit hat einfallen wollen, wie sich
diese Vnlersuchung überhaupt angreifen lasse**.