Object: Die Zucker-Industrie auf Cuba

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SnbitfMe entwicfeít. 3n bili# natìiiiìd0 bie æcrarbeitunq ber 
Dabake. ^ibei abqejeijcii bauou, fiubet sich auch in ben Hafenplätzen nur 
maß bie €d)i^a# mit fid) brinqt, imb ber Raubet, ber 'ben Vertrieb ber 
Lanbesprobukte besorgt. 
Die Insel ist also bis heute noch recht eigentlich ein Ackerbau treibenbeS 
^anb, unb sie beschäftigt sich nur mit ber ersten Verarbeitung ber Erzeug 
nisse des Bobeuß, um sie verseubuugsfähig zu machen. Die Erzeugnisse 
werben ans ben Weltmarkt gebracht, wobei bie einheimische Rheberei nur 
einen sehr geringen Antheil in Anspruch nimmt. Vom Weltmarkt her 
merben ade Scbcnßbebiirfn# beißen, ni^^t attein biejenißen beß 101^,^611 
ßebenß, ļonbern aud) alle Slrtifei beß uerfeinertcn ^efd)madeß mib beß 
Luxus, wie Wirk- unb Webewaaren, Werke ber Metallverarbeitung jeber 
%rt, Ui)ren, Juwelen unb berßi. m. ^ie^ii^t, sowie bie eraciiqitnq mm 
mnee, Sabas unb Budcr finb aur Beit bie fast außf^^íle^ïid)en ^iifßq'ucnen 
ber Bewohner; außer biefen ist nur Honig ein Außfuhrartikel, unb früher- 
ļ)iu Holz in nicht unerheblichen Mengen, besten Ausfuhr wegen ber llnrnhen 
unb wegen ber schwierigen Beförberung sehr nachgelassen hat. Cacao 
galt früher als eine besonberß lohnenbe Frucht, boch scheint ihre Cultur 
niemals eine große Verbreitung gewonnen zu haben. Ans bem Jahre 1X43 
werben 59 Cacaopflanzungen erwähnt: in neuerer Zeit finben sich feine 
weiteren Angaben barüber. 
Jüereitß au (gnbc beß 16. 3a^r^uubertß I)atte bie f^anii^^ejirone mit 
Laubsd)eilkungeu auf Cuba begonueu. Erst in viel späterer Zeit schritt 
utan au einer Abgränznng ber Besitzungen, bie sich in hatos ober haciendas, 
Viehzüchtcreien, in corrales, Kleinwirthschaften, caballerías, Stickereien,' 
unb peonerías, Bauernwirthschaften schieben. Die zahlreichen Viehheerben 
mürben in sogenannten Potreros beherbergt, b. h. in Weibeflächen, welche 
bitrd) Hecken, Zäune ober Mauern abgegränzt waren. Lange galt in 
früheren Zeiten Viehzucht für baß angesehenste unb einträglichste Gewerbe: 
daher schreibt es sich, baß bis in bie neueste Zeit baß volksthümliche 
Flächenmaaß bie caballería ist. Die meisten Züchtereien, estancias, finben 
sich noch im Centrum ber Insel; Pferbe- unb Riubviehzucht waren im 
besten Aufschwünge namentlich in beit Bezirken von Santa Clara unb Puerto 
principe. Nach einer Angabe anß bem Jahre 1843 soll bie Zahl berselben 
damals 6950 neben 3450 Hütungen betragen haben; aus bem Anfange 
ber 1850er Jahre wirb bie Ausbehnung ber sämmtlichen Hütungen auf 
19 800, bie ber künstlichen Weiben auf 2750 qkm beziffert. Die zehnjährigen 
Unruhen, welche allgemein ben Wohlstanb ber Insel zerrütteten, schäbigten 
insbesonbere bie Viehzucht unb ihre Bestäube, ba gerabe im Innern ber 
3>lsel ber Aufstanb aut ärgsten unb hartnäckigsten wüthete. Zn beut Be 
zirke von Puerto principe würbe sie fast zu Grnnbe gerichtet; auch im 
Bezirke vom S. Jago hat sie schwer gelitten. Das Ninbvieh bient größten-
	        
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