44 — Die Niederringung Englands bleibt —
lange gehegten Wünsche sachlich zu formulieren verstehen
und das volkswirtschaftlich Wünschenswerte und Notwendige
durch Zusammenarbeit mit den in Frage kommenden
Instanzen der Regierung erreichen.
Hier hingegen handelte es sich nur darum, klarzulegen,
daß alle jene wirtschaftlichen Wünsche von vornherein
machtlos sind, solange wir England
nicht besiegt haben.
Die Erkenntnis von der rücksichtslosen und erdrückenden
wirtschaftlichen Macht Englands muß in uns dauernd
diesen Siegeswillen wachhalten und stärken. Sich nur an
die uns auf der Pariser Konferenz zugedachten wirtschaftlichen
Schädigungen zu halten, hieße die Hauptgefahr verkennen!
Denn diese Schädigungen sind in ihrem wesentlichen
Inhalt undurchführbare Drohungen! Die eigentlichen,
durchführbaren Schädigungen liegen nicht auf dem
Gebiete eines offiziellen englischen Wirtschaftskrieges nach
dem Kriege gegen uns, sondern in der Machtstellung des
britischen Weltreiches im Handel und im Verkehr und in
der Möglichkeit, sein Auftreten über See unter Aufrechterhaltung
friedlicher Grundsätze so einzurichten, daß unsere
Entwicklung dadurch unterbunden wird.
Darum ist es auch verfehlt, allein in dem Bestehen
einer schlagfertigen 17-Vootsflotte ganz großen Stils das
Damoklesschwert zu sehen, das immer über England
schwebt und dieses von dem Kriege- fernhält. Ganz abgesehen
davon, daß es sehr fraglich ist, ob nicht in einem zukünftigen
Kriege der neuen Waffe wieder eine neue Waffe
erfolgreicher als jetzt erwachsen kann, besagt doch dieses
militärische Machtmittel für die friedliche Wirtschaft sehr
wenig. Glaubt man, daß deutsche Kaufleute oder sonst
wirtschaftlich Tätige sich in fernen englischen Kolonien