„36
II. Abfhnitt: SchuldverhHältnife aus Verträgen.
das Nöhere Bem, IX, 2, c, « zu S 433; ferner RGOES, Bd. 57 S, 110, Sur.
Yöichr. 1904 S. 112, 171, Recht 1907 S. 247 Ziff. 428, 429, 430, D-IW-D:
1905 S, 1062. %. M. Kofenthal, Die Sina bmebflit des Gläubigers nad
Neumann3 Sahrb. Bb. 3 (1905) S. 161. Wegen der befonderen Modifikationek
beim Werkvertrag vol. die SS 642, 643, 645, ROES. Bd. 53. S 22.
Ob eine Nbrufspflicht als Hauptleiftung anzufehen it und daher
deren Verzögerung für den Gläubiger die Rechte aus S 326 Degräinheh in
ftreitig. Befondere Behauptungen ftellt über den Kauf „auf Aoruf“ aU
Bander in der in der Literatur-YKote angegebenen Wbhandlung. (Das MUorufe
recht Toll darnacdh in allen Zällen mit Wolanf der vereinbarten oder DandeS
üblichen Abrufsfrift untergehen.) Vgl. Dagegen ROEC. Bd. 53 S. 164, Bd.
S, 110, 401, 23. 1907 S. 287 Ziff. 6, b. b e3 al8 eine Hauptleiftung 3
gelten hat und S 326 Abf. 1 anmendbar ift, {ft eine Uuslegungsirage D*
tonfreten Vertrages. Der $ 326 ijt dispofjitiver Natur. 5
Die ZFrift kann erft nach Eintritt des Verzugs geftellt werden, SE
bedingte Zriftjebung fchon vor dem A it unwirfam. U. DC.
DLS6. Hamburg vom 14. April 1902 in Kipr. d. OLG. Bd. 6 S. 45. 8
gegen wird man mit Staub, Exfurs zu $ 374 Anm. 82 im Komm. 3. SOS-
die Verbindung der Friftfeßung mit der den Verzug begründenden Mahnung
A ausreichend annehmen dürfen. Vol. auch KOE. Bd. 50 S. 262, Zul
{chr. 1904 S, 536 (Verbindung von Mahnung, Friftfekung und Wahl-
Dagegen freilich DYertmann, 2. Aufl. S. 169 Anm. 2, a zu 8 326.
_ NebrigenS ift, was den Unfang des Recht8 zur Frijtjehung
betrifft, im einzelnen Falle auf Zreıu und Ölauben zu vermweifen und daher untel
Unmjftänden der Einwand der nicht rechtzeitigen, ingsbefondere der verfrühten
Hriltjebung mit der en doli zu EIG Val. u. a. ROES. in _LB-
1908 S. 162 Biff. 26, Recht 1908 Bd. 2 Zr. 271. (E€3 würde gegen Zreu
und S®lauben bverftoßen, wenn man eine dem S 326 Abi. 1 ent{prechenDe
Erklärung deshalb für unwirkfam erachten wollte, weil fie zwar am Lage
der Fälligkeit, aber jhon vor deren Eintritt, wenn auch ganz furz vor Dielen
Mugenblic zugegangen ift und fodann der ©läubiger ZagsS darauf gemabhr
hat, ohne die bereits am Tage zuvor abgegebenen Erklärungen aus 5 326
201. 1 ausdrücklich zu wiederholen). Wenn ferner der Gläubiger von Din
NekT dem Schuldner einen Spielraum, ein modicum tempus bewilligt
at, betfpiel8mweije die Lieferfrift auf zirfa Ende Juni feltgefeßt hat, 10 Dar
er, fall er nur die Nachf{rift angemelen über den pielraum hinaus erfirec &
diefelbe Ihon vor Nbhlauf des Spielraum8 mit der Eben 08
8 326 Wbf. 1 abgehen, Vol. ROEC, Bd. 69 S. 305 f., Kur. Widhr. 190
©S. 676 Biff. 5, 23. 1908 S. 934 Ziff. 20, D. Sur,3. 1908 S. 1403, Rech!
1908 Bd. 2 Biff. 3560. (Der nach dem Ermejjen des Gericht® dem Ver“
füufer für die Lieferung gewährte Spielraum fann die Fälligkeit, die Dan
Gläubiger die Möglichkeit gibt, den Schuldner in Verzug zu jeßen, nid
heeinfluffen, die Fälligkeit tritt vielmehr in dem von den arteien gemäß
dem Vertrag erfichtlichen Zeitpunkt ein, und da3Z „ungefähr“ hat nur Be
deutung für die Bemejfung der Nachfrijt bzw. dafür, wenn fie ihren Anfang
zu nehmen hat.) Außerdem kann in der Fortführung des Prozefies uber
die Beit der Fälligkeit hinaus eine Wiederholung der urlprünglich vor Ein“
tritt des Verzuges HE und daher zunächft mwmirkungsSloS gewejenen Tr
mg aus S 326 Ubi. 1 zu finden fein. ROE. in LB. 1908 S. S
if. 18.
, Die Frift Kann wirHam auch noch in dem Prozeffe gefeßt werden,
in welchem der Gläubiger auf Erfüllung Hagt, wenn er damit die eventuelle
Klage auf Schadenserfaß Een Nichterfüllung für den Fall verbindet, Daß
innerhalb der Zrijt die Erfüllung nicht erfolgt. Wenn die Frift zur Zn
des Urteils noch nicht abgelaufen ift, fo it dem Prinzipalantrag auf Zu
jüllung ftattzugeben, Dale die Verurteilung zum EA au
rund des Cyentualantrags zu erfolgen hat, wenn die Frijt zur Zeit Des
Urteil bereits abgelaufen HE Auf Antrag des Klägers ift nach S 259
3BO. auch in dem auf Erfüllung lautenden Urteile zugleich eine Frift nad
Waßaabe des S 326 zu beftimmen, nach deren Wblaufe der Dr die ihm
no Aa zuftehenden Rechte geltend machen kann. Bol. Bland Bem. 2, ©
u .
Die Sebung der Frift wird überflüffig, wenn der Schuldner
die Srfüllung beitimmt verweigert. Vol. Dernburag Bd. 2 8 98 IV, 1;
omeic, D. Kur. 2. 1901 S. 493, Niedner, D. Xur.2. 1901 S. 443; Seuff.
U