Hibe, Gehurtenrüdgang und Soziakrefornm
Yuf je 1000 Einwohner entfielen im DurchkHnitt:
Seborene Gefjftorbene Matürliche
infließlih Totgeborene Vermehrung
10,65 28,02 12,68
7 O8 26,06 11,92
22.68 11,48
7.00 13,59
"99 ‘13,62
>16 +32
16,42 12,70
15,8 124
207
Der Überfhuß der Geborenen über die Geftorbenen beitrug:
1878/82 1888/92 1893/02 1908/12 1910 1911 1912 1913 914
552891 572214 780240 848314 879118 789945 8839887 888800 766097
So fehen wir, wie bereits feit 1910 die natürliche Volksvermehrung
abuimmt und insbejondere auch der Rüdgang der Geburten nicht
ehr dur den Nüdgang der Sterbeziffjer ausgeglichen
wird. Diefes Migverhältnis muß jich naturgemäß infolge der Kriegsjahre
jtar£ fteigern, aber die Gefahr droht, daß e& auch nach Einkehr des Friedens
»her {chlimmer als beffer wird. Denn die Herabdrüdungder Sterbe-
jiffer wird bald ihHre Grenze erreichen, während die
Urfachen des SGeburtenrüdganges vorausfichtlid) weiter wirken werden.
Der Geburtenrücgang verftärkt fich progreffiv mit der induftriellen Entwie-
ung, mit dem AÄnmwachfen der Städte, mit der modernen Kultur. E3 handelt
iq um eine „Kulturkran fheit”, von der alle modernen Stua-
ten mehr oder weniger bedroht find. An der Spike marldhiert Frank
rei mit nur 18,8 Lebendgeborenen auf 1000 Einwohner. Dann folgen:
Belgien (22,6), Jrland (22,9), Schweden (23,1), England und Wales (23,9),
Schweiz (24,1), Norwegen (25,2), Schottland (25,5), Dänemark (26,7),
DeutfHez3 Reich (27,5), Niederlande (28,1), Finnland (29,1), Luzen-
burg (30,2), Öfterreidh (31,4), Spanien (31,5), Stalien (31,7), Portugal
34,3), Ungarn (36,3), Serbien (38,1), Bulgarien (40,6), Rumänien (42,1),
Rußland (43,9). Von den überfeeijchen Ländern feien ar geführt: Argentinien
36,4), Merxito (32), Maine (20,9) und Vermont (20,6) (Staaten der Union),
Kapland (28,1), Japan (34,1), Auftralijdher Bund (28,7), Neufeeland (26,5).
‚ Frankreid) zählte um 1871 ungefähr jo viele Einwohner wie Deutfhland: 40
Millionen, heute zählt Deutjdhland 27 Millionen mehr a8 Frankre.ch. Um 1800
famen in Srankreich auf jede Famikie durchfOHnittlih 4 bis 5 Kinder, 1866; 3, 1905: 2.
Deute haben von je 100 Familien 37 feine Kinder oder nur 1 Kind, kaum 18
mehr als 3 Rinder, Frankreich zählte 1890 bis 1892, 1895, 1900, 1907, 1911 fhon
mehr Sterbefälle als Geburten. Na Frankreich folgt Belgien, aber hier fällt der
Niedergang ausfchließlid dem wallonifjdhen Teil zur Laft (161 Weborere auf ie
1000 Ehefrauen unter 50 Jahren), während in den MNömilchen Provinzen die Ver.
häftnifje gut find (267 Weborene).!)
noch 8 141.