Full text: Geburtenrückgang u. Sozialreform

8 
70) 
E — 
E 
> 
j— 
Q 
"7 
> 
ey] 
N 
©» 
ni 
5 
ch 
X 
— 
® 
S 
CC 
© 
( 
+ 
N 
co 
> 
oO 
N 
wo 
1 
Zi 
. 
X 
a 
zT 
— 
% 
Y 
2 
oc 
© 
S 
oO 
© 
wo 
6 
E 
D. Bekämpfung des Geburtenrücdganges 163 
Geber daz Necht eingeräumt wiffen, in erfter Linie diefe 
yur Pflicht zu machen. 
Jüttmann will der Gemeinde die Pflicht auferlegen, denjenigen 
nospflihtigen Berfonen, die drei oder mebhr Kinder unter 15 Jahren 
ausreidende Wohnung ordnungsmäßig benußen, den Unterfhied 
ei8 einer folden Wohnung und einer für ein finderlofe& Chepaar 
mung nach DurchfHnitts jägen zu vergüten.!) Die größern Arbeitgeber 
gabe der Zahl der von ihnen be[häftigten Arbeiter zu den Koften mit 
srden. Der Vorihlag hat das Bedenken, daß namentlich die Heinern 
ohnehin überlaftet find, und auch manche Arbeitgeber verfucht fein 
:iche Familien überhaupt fernzuhalten. Cine unter[Hiedliche Leiftung 
5 Land würde zudem den Zujtrom zur Stabt noch erhöhen, Nur 
e Träger Können diefe Unterjtüßgungen übernehmen, [ei e8 der Staat, 
wie wir e8 oben befürwortet Haben, bie Verfidherungsanftalten, 
auch heute {Hon reiclide Unterfjtügungen Für „WodHnungs- 
en“: GSpielpläge, Bewahrfghulen, Kinderhorte, Badeanftalten, 
und ähnlige Veranftaltungen, die den finderreidHen Familien 
fommen, und wollen es (ent/prechend iHrem Befhluß vom 10. Ayprik 
m Maße hun. 
h der WohHnungszufhüffe ift die freie Wohlfahrtspflege vorangegangen. 
„Sladbach feit 1897 ein „WohHnungsverein“ mit der {peziellen 
eichen Familien Zujhüffe zu geben, fei es al8 Gefchent, [ei e8 al8 Bor- 
notwendig werdende Vermehrung der Wohnräume ober au eine 
d Erneuerung der Betten und der Häuslihen Ausrüftung zu ermöglichen. 
fo 1915/16 17500 % verwendet. Er hat damit au für die Ein- 
Zuberkulofegefahren erfolgreid) gewirkt. Andere Stäbte des Nhein- 
folgt. Auch mande Wrbeitgeber geben foldhe Mietzufqüffe. 
ungsirage erfirect fih nicht bloß auf die Familien, jondern 
orgefür Ledige. Die Errichtung von preiswürdigen, 
fittlid einwandfreien LedigenhHeimen, Hofpizen für 
eiter, Arbeiterinnen, Iaufmännijhe Sebhilfinnen, Geimarbeite- 
ingsheimen ufw. Kommt aber au den Familien zugute, vor 
), daß fie den gefundheitlidhen und fittliden Gefahren des 
ermwefen3 und Schlafburfdhentums entgegenwirken. Diele 
> nicht hoch genug einzujdhäßen. Alle Berordnungen jind da 
Die Familien werden meijtenZ erft der Gefahren inne, wenn 
Das Hauzhaltsbhudget ift auf die Einnahme eingerichtet, und 
ie nicht mehr entbehren. Dann ijt e8 aber auch für die zuhinf: 
»wiß von großer Bedeutung, daß Bräutigam und Braut nicht 
yie Berführungen der Schlafitellen fittlih gebrochen in den 
treten. Anderfeitz Können die Ledigenheime aber auch mit 
; Einrigtung, den Bequemlidkeiten von Badeeinrichtung, 
Kegelbahır und Wirtchaft auch joldhe, die bei ihren Eltern 
ten und follten, anziehen und fo felfeln, daß fie diefes Leben 
ungsbote 1916, Nr. 9.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.