Object : Die Kaufkraft des Geldes

bleiben,  die  aus  anderen  Ursachen  erklärt  werden  müssen.  Mit  anderen
Worten:  Dieser  Notbehelf  —  der  für  die  statistische  Bemessung  geeignetste
Teil  —  entspricht  ungefähr  88  Prozent  der  Gesamtzirkulation,  wobei  bloß
12  Prozent  für  jenen  Teil  übrig  bleiben,  welcher  nur  innerhalb  weiter  Grenzen
festgesetzt  werden  kann.  Aus  35  Milharden  des  Jahres  1909  betrugen  die
Depositen  plus  Löhnen  ungefähr  32  Milliarden,  also  über  90  Prozent.  Ein
noch  einfacherer  Notbehelf  besteht  darin,  daß  man  die  Depositen  zu  den
Gesamüöhnen  addiert,  ohne  den  in  Geld  gezahlten  Teil  ermitteln  zu  wollen.
Dieser  Notbehelf  ist  aus  dem  Grunde  zu  rechtfertigen,  weil  Gesamtlöhne
genauer  zu  ermitteln  sind  als  der  in  Geld  bezahlte  Teil  und  daß  letzterer
aller  Vermutung  nach  von  Jahr  zu  Jahr  ein  ziemlich  konstantes  Verhältnis
zu  den  Gesamtlöhnen  beibehält.  Die  hier  angegebenen  beiden  Teile  können
in  einen  meßbaren  (das  erste  Glied  unserer  Formel  (1)'  und  den  größten  Teil
des  zweiten  Gliedes  umfassenden)  und  einen  auf  Mutmaßungen  gegründeten
Teil  (den  Rest  des  zweiten  Gliedes  und  die  anderen  sechs  Glieder  umfassenden ­
  Teil)  gesondert  werden.  Selbst  wenn  letzterer  nur  zur  Hälfte  auf  Richtigkeit ­
  beruhte,  so  würde  der  meßbare  Teil  noch  immer  ein  sicherer  praktischer ­
  Index  oder  ein  Barometer  der  Veränderungen  im  Zirkulationsvolumen
sein.  Im  Vergleich  zum  meßbaren  Teil  würde  jeder  sich  auf  das  Ganze
ausdehnende  Exzeß  einer  Veränderung  in  dem  auf  Mutmaßungen  gegründeten ­
  Teil  nur  eine  ein  Viertel  so  große  Störung  hervorbringen.  Man  kann
wohl  annehmen,  daß  der  auf  Mutmaßungen  gegründete  und  der  meßbare
Teil  gewöhnüch  zugleich  variieren.  Wenn  der  meßbare  Teil  um  10  Prozent
variiert,  so  kann  natürlicherweise  angenommen  werden,  daß  der  auf  Vermutungen ­
  gegründete  Teil,  ebenso  wie  die  Gesamtsumme  beider  Teile  in
gleicher  Weise  variiert.  Nehmen  wir  nun  aber  an,  daß  dies  auf  einem
Irrtum  beruht,  und  daß  der  auf  Vermutungen  gegründete  Teil  in  Wirklichkeit
um  14  Prozent  oder  um  6  Prozent,  und  der  meßbare  Teil  um  10  Prozent  variiert. ­
  Die  Differenz  zwischen  ersteren  und  letzteren,  d.  h.  die  4  Prozent,
welche  einen  angenommenen  Exzeß  oder  ein  Fehlen  der  Variation  repräsentieren, ­
  würden  in  der  Gesamtsumme  eine  Differenz  von  nur  1  Prozent  ausmachen. ­
  Das  heißt,  die  Gesamtsumme  würde,  anstatt  um  10  Prozent,  um
11  Prozent  oder  um  9  Prozent  variieren.  Offenbar  kann  also  jede  unbekannte
Variation  in  dem  auf  Mutmaßungen  gegründeten  Teil  im  Resultate  nur
geringfügig  sein.  Mit  anderen  Worten:  Der  meßbare  Teil  stellt  stets  einen
guten  Index  der  Gesamtsumme  und  demgemäß  ein  zuverlässiges  Zirkulationsbarometer ­
  dar.  Wenn  wir  diesen  Teil  durch  die  Quantität  des  in  Zirkulation ­
  befindlichen  Geldes  dividieren,  so  erhalten  wir  eine  Zahl,  welche
die  relative  Umlaufsgeschwindigkeit  des  Geldes  von  Jahr  zu  Jahr  anzeigt.

Anhang  zum  XII.  Kapitel.

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