Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Anhang  zum  XII.  Kapitel.

397

derselben  Richtung  auftreten,  auf  (l) 8 ,  d.  h.  es  gäbe  unter  256  Fällen  einen
möglichen  Fall.  Wir  können  daher  „auf  gut  Glück“  annehmen,  daß  sich  die
Irrtümer  einigermaßen  aufheben.  Die  Möglichkeit,  daß  der  Irrtum  die  Summe
derjenigen  der  ersten  drei  Glieder,  oder  der  3  Milliarden  erreicht,  beträgt
tatsächlich  weniger  als  die  Hälfte.  Der  „mutmaßliche  Irrtum“  kann  daher
mit  ziemlicher  Gewißheit  auf  weniger  als  2  Milliarden  gesetzt  werden.
Wenn  wir  die  für  den  Gesamt-Geldumlauf  erhaltenen  Zahlen  durch  die
Zahlen  des  in  Umlauf  befindlichen  Geldbetrages  dividieren,  so  erhalten  wir
die  Zahl  der  Umlaufsgeschwindigkeit.  Letztere  beträgt  für  das  Jahr  1896
18.6  und  für  das  Jahr  1909  21.5;  die  Veränderung  ist  demnach  auffallend
gering.
Zurückkommend  auf  die  Bemerkung,  mit  der  wir  die  Erörterung  des
Geldumlaufes  einleiteten,  nämlich,  daß  das  Geld  außerhalb  der  Banken  nur
selten  zirkuliert,  wollen  wir  nun  unsere  statistischen  Ergebnisse  im  Lichte
dieser  Tatsache  betrachten.
Wenn  sämtliches  Geld  nur  einmal  zirkulierte,  dann  würde  der  Bankbericht ­
  für  das  Jahr  1896,  nach  welchem  jährlich  ungefähr  91  Milliarden
Geld  in  die  Banken  und  aus  den  Banken  fließen,  das  Volumen  der  während
eines  Jahres  erledigten  Arbeit  genau  anzeigen.  Es  würde  demnach  9k  Milliarden ­
  betragen.  Unserer  Darlegung  gemäß  beträgt  aber  die  richtige  Zahl
ungefähr  16  Milharden,  woraus  hervorgeht,  daß  ein  Teil  der  von  den  Banken
abströmenden  91  Milliarden  vor  seiner  Rückkehr  in  die  Banken  seinen
Besitzer  mehr  als  einmal  wechselt.
Nehmen  wir  nun  an,  daß,  mit  Ausnahme  jenes  Teils,  der  durch  die
Hände  der  „Nichtdeponenten“  geht  (6  Milliarden),  diese  9-1  Milliarden
sämtlich  nur  einmal  zirkulieren,  während  der  erstere  eine  zweimalige  Zirkulation ­
  erfährt.  Dann  zirkulieren  3^  Milliarden  nur  einmal.  Unter  dieser
Annahme  beträgt  die  gesamte  Austauschsumme  3|  -f  2  X  6  =  151  Milliarden. ­
  Tatsächlich  haben  wir  aber  16  Milliarden  herausgerechnet.  Die
Differenz  von  einer  halben  Milliarde  ist  hauptsächlich  auf  das  außerhalb  der
Banken  mehr  als  zweimal  zirkulierende  Geld  zurückzuführen.
Die  gesamten  16  Milliarden  können  am  besten  aufgerechnet  werden,  wenn
man  die  aus  den  Banken  fließenden  9^  Milliarden  in  drei  Ströme  teilt,  und
zwar  in  3|  Milliarden,  die  nur  ein  einziges  Mal  zirkulieren,  in  51  Milliarden,
die  nur  zweimal  zirkulieren  und  in  eine  halbe  Milliarde,  die  dreimal  zirkuliert.
Dies  ergibt  31  -f-  2  x  51  +  3  x  ^  =  16  Milliarden.  Der  erste  Teil  (3  \  Milliarden) ­
  besteht  in  der  Hauptsache  aus  dem  von  „anderen  Deponenten“
für  deren  Auslagen  gezogenes  Geld,  der  zweite  Teil  (5-J-  Milliarden)  stellt
das  Geld  dar,  das  den  Banken  für  Löhne  und  andere  an  „Nichtdeponenten“
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.