Von dem Augenblick ab, wo der Markt eine ge
nügende Ausdehnung nimmt, reichen die Vorteile, die die
Beaufsichtigung durch den Meister, die handwerksmässige
Geschicklichkeit und die durch das directe und persön
liche Interesse des Producenten gesteigerte Arbeitslust mit
sich bringen, nicht mehr aus, um die Vorteile der höheren
Productivität der Arbeitsteilung, der genauen Marktkennt
nis und der Verwendung eines grösseren Capitals wett zu
machen. Besonders ist das der Fall in den immer zahl
reicher werdenden Productionszweigen, wo die Fortschritte
der Technik die Herrschaft der Maschine begründen.
Nichts ist dafür beweiskräftiger als die vortreffliche
americanische Untersuchung vom Jahre 1898 über die
Productivität der Handarbeit im Vergleich mit der Ma
schinenarbeit.*) Diese mit einer wirklich bewunderswerten
Genauigkeit durchgeführten Untersuchungen haben sich
auf 672 industrielle und landwirtschaftliche Producten-
arten erstreckt. Jede Art ist in dem Bericht von Carroll
D. Wright minutiös analysiert, und zwar unter dem vier
fachen Gesichtspuncte der Zahl der Arbeiter, der
Operationen, der Arbeitsstunden und der bezahlten Löhne
I. für die Production der Producteneinheit mit der Hand
und 2. für die Production mit der Maschine.
Wir beschränken uns hier darauf, einige typische Bei
spiele anzuführen, die die furchtbare Ueberlegenheit der
Maschinerie schlagend beweisen :
I. Fabrication von zehn Pflügen:
a) mit der Hand: 2 Arbeiter, die 11 verschiedene
Handgriffe leisten, arbeiteten 1180 Stunden und
erhielten 54,46 Dollars,
b) mit der Maschine: 52 Arbeiter machten 97 Opera
tionen, arbeiteten im ganzen 37,28 Stunden und
erhielten 7,90 Dollars.
*) Hand and machine labor. Thirteenth Annual Report of
the Commissioner of labor, 1898. (Washington, 1899.)