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Als im Jahr 1813 die Rüstungen gegen Napoleon begannen,
übernahm der Kurfürst die Verpflichtung, 200 000 rf zur russischen
und preußischen Kriegsoperationskasse zu zahlen. Der Vorrat der
Reservekasse bestand damals fast nur aus Gold, und dieses sollte
für unvorhergesehene Fälle reserviert bleiben. Infolgedessen wurde
Buderus beauftragt, die schuldige Summe bestens aufzunehmen
und nach Prag zu übermachen. Buderus gelang es, ungeachtet
der allgemeinen Geldnot durch das Haus Rothschild 106 000 rf
preußisch Kurant größtenteils in Wechseln dorthin abzuliefern,
und hiervon erhielt der Major Friedrich v. Petersdorff, der Genosse
Lützows, am 24. April 6000 rf als Beitrag zur Errichtung eines
Freikorps. Dem Grafen Hardenberg wurden am 24. Mai 50 000 rf
nach Goldberg ausbezahlt, dem Fürsten Wolkonsky am 25. Mai
50 000 rf nach Jauer. Ferner erhielt der russische Staatsrat
von Merlan im Oktober 20 000 Rtlr. 20 ff, die ebenfalls für die
Kriegsoperationskasse bestimmt waren. Der Rest von 80 000 Tlrn. —
denn die 6000 für Lützow waren als Extrazuschuß gedacht —
wurde nicht mehr im Jahr 1813 berichtigt, sondern erst nach
Jahren bei der Abrechnung über die französische Kriegskontribution
ausgeglichen 183 .
Damit sind die wesentlichen Ausgaben der Exilzeit namhaft
gemacht. Eine Übersicht derselben geben die folgenden Tabellen:
Ausgaben in fl ermittelt aus Buderus’ Rechnung.
Jahr
Ablieferungen
an Seine Kur
fürstliche
Durchlaucht 184
Deputatgelder
Unterstützungen
an Offiziere,
Unteroffiziere
und gemeine
Soldaten
Besoldungen u.
Pensionen
einschl. Unter
stützungen an
Personen der
Zivildienerschaft
1807
230196. 4.1
54 470.16 —
87 891.2 2
19 447.44 3
1808
272 781.47.1
121 086.29.—
—
24 778.46.2
1809
103 868 45.1
136 605.24 —
—
12 567.52.3
1810
165 155.282
146 002.42.2
—
9 811.20.—
1811
65 496.32.'/a
151 102.42.—
—
12 787.08.3
1812
145 315.37 3
151102.42.—
— -
12 538.27.3
Summen
982 814.15.’/a
760 370.15 2
87 891.2.2
91 931.20.2