233
Dementsprechend waren als Empfänger der Obligationen ur
sprünglich angegeben: M. A. Rothschild & Söhne bei den Nummern
Li A 1—2645 und Li B 1—445, König!. Finanzministerium bei den
Nummern Li A 2646—3000, Li B 446—4000. Bei den vom Hause
Rothschild empfangenen Nummern sind die späteren Empfänger
vielfach daneben geschrieben, auch ist öfters die Rothschildsche
Firma wegradiert, und sind neue Empfänger an deren Stelle gesetzt,
z. B. die Kurfürstlich Hessische Kabinetts-Kasse. Doch würde man
aus dem Tilgungsbuch nicht schließen können, daß diese Kasse
einen erheblichen Teil der ganzen Anleihe übernommen habe. Bei
den vom Ministerium übernommenen Nummern sind die Rasuren und
die Beischriften der späteren Empfänger weniger häufig, sie fehlen
ganz bei L| B Nr. 446—3900. Bei diesen Nummern sind als Ein
sender der verloosten Obligationen, ebenso als Empfänger der nach
gelieferten Kupons, soweit diese Rubrik überhaupt ausgefüllt ist,
überall die Kgl. Regierung oder das Finanzministerium bezeichnet.
Es handelt sich hier 'also offenbar um Obligationen, die bis zu
ihrer Verloosung im Besitz des Finanzministeriums blieben. Bei
allen übrigen Nummern, also auch bei den Reihen Ll A 2646—3000
und Li B 3901—4000, sind die verschiedensten Empfänger nach
gelieferter Kupons und die verschiedensten Einsender der verloosten
Obligationen angegeben.
Schaumburg — 1817.
150000 fl 24 ff. Von der Erzherzogin Hermine ausgestellt
Schaumburg den 1. Juli 1817 zu 5°/o.
Tilgungsplan: Verloosung vom 30. Juni 1828 bis 30. Juni 1835.
Tilgung: Per 1. Januar 1824 wurden sämtliche Obligationen ge
kündigt und eingelöst.
fl 70 000 übernahm der Kurfürst von Hessen.
Hessen, Kurprinz — 1818.
Rf. 200 000 Nieder-Hess. Währung. Ausgestellt Kassel den
1. Januar 1818 zu 5°/o.
Tilgungsplan: Rückzahlung mit Rf. 25 000 jährlich 1. Januar
1824 bis 1. Januar 1831. Der Rest wurde gekündigt per 1. April 1830.
Ueber 100 000 Rf. empfing Finanzrat Deines.