Full text : Finanzwissenschaft

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4.  Buch.  V.  Teil.  Die  Steuern.

6.  Gegenstand  der  Besteuerung  bilden  außer  jenen,  mit  denen
wir  uns  bei  den  Kriegssteuern  beschäftigen  werden,  noch  Totalisatorund
  Buchmacherwesen,  Gas,  Elektrizität,  Leuchtkörper  (Glühkörper,
Glühlampen  und  Brenner,  Brennstifte)  usw.

Das  Steuerergebnis  der  Zünd-  und  Leuchtwaren  gestaltete  sich
in  Preußen  (1912/13):

19  4.  Mill  Mtyrk

Zündwaren
Leuchtmittel
Glühlampen

hiervon  Glühkörper  zur  Gaslampe  4,0

d)  Sonstige  Steuerarten.

I.  Abschnitt.
Primitive  Steuergatt un gen .

1.  Eine  der  primitivsten  Formen  der  Besteuerung  ist  auf  dem
Gebiete  der  direkten  Steuern  die  Kopfsteuer.  Die  Kopfsteuer
geht  von  dem  Prinzipe  der  Gleichheit  aus,  sie  kennt  nicht  die  wirtschaftlichen ­
  Unterschiede  bei  den  einzelnen  Individuen,  sie  nimmt
darum  Jedermann  oder  jedes  erwachsene  Individuum  in  gleichem
Maße  in  Anspruch.  Bei  primitiver  wirtschaftlicher  Kultur  besteht
in  der  Tat  zwischen  den  Einzelnen  hinsichtlich  ihrer  wirtschaftlichen
Kraft  eine  große  Gleichheit  und  so  wird  denn  unter  solchen  Umständen ­
  die  Kopfsteuer  gegen  das  Prinzip  der  Allgemeinheit  und
der  Proportionalität  kaum  verstoßen.  Auch  der  primitiven  Natur
der  Steuerverwaltung  entspricht  diese  Steuer  am  besten,  während
die  Immobilität  der  Bevölkerung  die  Erfassung  der  Steuersubjekte
außerordentlich  erleichtert.  Manchmal  werden  der  Kopfsteuer  nur
die  rechtlosen,  unterdrückten  Klassen  unterworfen.  Aber  mit  dem
Eintritt  der  wirtschaftlichen  Differentiation  wird  die  Steuer  mehr
und  mehr  zur  Plage,  zur  Ungerechtigkeit,  da  die  Individuen  hinsichtlich ­
  ihrer  wirtschaftlichen  Leistungsfähigkeit  sich  immer  mehr
differenzieren.  Die  Erkenntnis  dieser  Tatsache  führt  zur  klassifizierten ­
  Kopfsteuer,  Klassensteuer  (capitation  graduell,  preußische
Klassensteuer,  österreichische  Personalerwerbsteuer),  bei  welcher
wohl  noch  immer  nicht  die  tatsächliche  Leistungsfähigkeit  des
            
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