125
unternommen hat. Die erste Untersuchung datiert vom 6. März 1819, wo zu
diesem Zwecke im Bohrloch Nr. 1 die Solpumpe eingesetzt wurde. Uin ein
einwandfreies Ergebnis zu erzielen, hatte man die Förderung mit dem Löffel
schon mehrere Tage eingestellt und das Bohrloch verschlossen. Es sei hier eine
Nebenbemerkung über die Konstruktion des Löffels gestattet. Es war dies ein
hohler Zylinder von l 3 / 4 Zoll Weite und 25 Fuß Länge. An dem unteren
Ende befand sich ein genau schließendes Ventil. Die Ausleerung des Löffels,
die nur bis zur Hälfte erfolgte, wurde durch einen keilförmigen Zapfen bewirkt.
Der Löffel gestattete in sehr zuverlässiger Weise die Sole aus jeder gewünschten
riefe zu heben.
Was nun die erste Untersuchung
im Bohrloch Nr. 1
des Solengehaltes vom 6. März 1819
°/o
Beim 140. Hub
1 7«
Beim 187.
Hub 20-/4
23-/4
„ 157.
17« „
„ 189.
„ 180.
274„
„ 191.
„ 24-/-
„ 183.
4 „
„ 195.
„ 25
„ 184.
77- „
„ 196.
„ 26
„ 186.
„
16 „
„ 197.
„ 27
Bemerkt sei noch, daß
Bis zum 14. Hub 4 °/o
Beim 61. „ 3 „
„ 71. „ 2*/.„
82. „ 2 „
91. „ IV. „
117. „ -/-„
Vom 201. Hub ab blieb der Solengehalt beständig,
die Pumpe l s / 4 Zoll weit war, während die Höhe des Hubes 3*/* Fuß betrug.
Im allgemeinen bewegte sich die Temperatur der Sole von Friedrichshall zwi
schen 11° und ll'/a 0 R; in den oberen Wassern betrug sie je nach der Jahres
zeit '9 ° bis 10° R.
Anschließend hieran sei das Ergebnis eines im März des Jahres 1823
vorgenommenen Versuches hier mitgeteilt. Das Bohrloch Nr. 1 wurde zu die
sen: Zweck 8 Stunden außer Betrieb gelassen; die Pumpe arbeitete in einer
Tiefe von 518 Fuß. Der Stand der vollgesättigten Sole war 16 Fuß hoch im
Bohrloch, während die Horizontal-Wasser etwa 20 Fuß unter der Hängebank
lagen. Die Pumpe leistete in der Minute 3 Hub.
16.
Hub
27-7°
Beim 47. Hub
0 °/°
Beiin 93.
Hub
7-/47»
17.
„
274 „
„ 48.
0 „
„ 94.
13 „
18.
„
2 „
„ 49.
„
7° „
„ 95.
19 „
19.
„
17«„
„ 54.
„
74 „
„ 96.
" n
22 „
20.
„
1 „
„ 55.
„
7- „
„ 97.
23 „
21.
74,,
„ 58.
74,,
„ 98.
26 „
22.
„
v, „
„ 91.
1 „
„ 99.
27 „
29.
„
74,,
„ 92.
„
3 „
Um dieselbe Zeit wurde die Sole des Bohrloches Nr. 3 untersucht. Die
gesättigte Sole stand hier nur 4—5 Fuß hoch, da das Bohrloch stark zuge
fallen war. Die Pumpe arbeitete in einer Tiefe von 518 Fuß. Die horizon
talen Wasser standen 18 Fuß unter der Hängebank. Zur Zeit der Untersuchung
befand sich das Bohrloch 48 Stunden außer Betrieb. Der Gehalt der Sole
Bei in
12.
Hub 2747°
Beim
39. Hub
7»7«
7° „
74 „
Beim
170. Hub
97-7»
„
13.
„ 27- „
51.
„
171. „
1174,,
14.
2
56.
172. „
15'/4 „
15.
„ i'/- „
58.
7- „
173. „
16 „
16.
„ 1 „
133.
74 „
174.
17'/- ..
18.
„ 74 „
165.
1 „
176. „
19 „
19.
,. 7- „
166.
174 „
178. „
'9-/4 ,.
/r
22.
„ 74;,
167.
„
27- „
179. „
19'/- „
„
24.
„ 7° „
168.
„
47-
'180. „
20 „
„
26.
» 0 „
„
169.
,,
7 „
1) Alberti, Die Gebirge des Königreichs Württemberg 1826. Seite 165.