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gen Schichten zu fördern, wobei 2 Förderkörbe mit je 2 nebeneinander befind
lichen Wagen tätig sein sollten. Förderkorb und Wagen wurden zusammen mit
1250 kg Nutzlast angenommen. Es waren so bei einer Förderung von 1000 000 kg
Steinsalz rund 800 Züge notwendig. Da nach der Teufe für einen Zng 30
Sekunden Dauer und dieselbe Zeit für An- und Abschlagen des Korbes anzu
setzen war, im ganzen also eine Minute Dauer, so ergaben sich für 800 Züge
800 Minuten oder 13 Stunden 20 Minuten. Zwei 8stündige Schichten, also
16 Stunden mußten hiernach das Fördermaximum von 1000 t Salz leicht be
wältigen. Auf Grundlage dieser Berechnung wäre ein Schachtdurchmesser von
4 in genügend gewesen, um jedoch für die Zukunft eine Steigerung der Förde
rung zuzulassen, wählte man einen lichten Schachtdurchmesser von 5 in. Nach
Fertigstellung des Schachtes richtete man neben der Hauptförderung noch eine
Hilfsfördernng ein. Die Abteufung des Schachtes bewirkte man in Ziegelstein-
mauerung von Hand bis 216 in; die ersten zehn Meter der Schachtmauer haben
eine Stärke von 5 Ziegeln, im weiteren Verlauf weist die Schachtmauer dann
2 l l 2 Ziegel auf. Der Schacht wird unten durch einen ausgemauerten Sumpf
abgeschlossen. Das Salzlager ist durch drei Sohlen aufgeschlossen und zwar hat
man die erste Sohle bei einer Teufe von 177,4 in, die zweite Sohle bei 192,2 in
und die dritte bei 207,4 in angesetzt. Nach dem Abbauplau wollte man zuerst
die untere Hälfte des Lagers in Angriff nehmen, d. h. die Höhe von der 3.
Sohle (207,4 rn) bis zur Streckensirste der 2. Sohle (188 in) abbauen, was
also einer Abbauhöhe von etwa 19 in entsprach. Auf der dritten Sohle hat
man von Osten nach Westen Ausrichtungsstrecken von 5 in Breite und 4 in Höhe
angelegt. In denselben Abmessungen hat man östlich und westlich des 124 na
langen und 100 na breiten Schachtsicherheitspfeilers Querstrecken aufgefahren,
und zwar in Abständen von 100 in.
An dieser Stelle sei auch einer eigenartigen, im Salzwerk Heilbronn unter
Tage befindlichen Schöpfung gedacht. Es ist dies eine zu einem Festsaal aus
gebaute Firste, die auf den Besucher einen überaus nachhaltigen Eindruck macht.
Eine in das Salz gehauene Grotte mit davor befindlichen Tannenbäumen ge
staltet das Bild noch fesselnder. Zahlreiche elektrische Glühlampen in verschie
denen Farben verleihen dem Raum Festesglanz, wobei das Salz mit seinen
schillernden Kristallen von magischer Wirkung ist. Lange Festtafeln durchziehen
die hochgewölbte Firste, die hier etwa 180 in unter der Erde in der Bauart
wie ein Kirchenschiff wirkt. Es muß ein eigenartiges Bild sein, hier unter der
Erde die Bergleute mit ihren Frauen und Kindern zu frohem Feste an den ge-
schmückten Tafeln bei Musik versammelt zu sehen, wobei auch die Beamten des
Werkes ihren gemessenen Anteil haben. Das Ganze zeugt von dem freundlichen
Zusammenwirken zwischen Direktorium und Arbeiterschaft.
Ueber die auf dem Salzwerk Heilbronn befolgte Abbaumethode ist folgen
des zu sagen. Im allgemeinen handelt es sich zu Heilbroun um Oerter- und
Firstenbau, also um eine Abbaumethode, die für den Steinsalzbergbau als vor
herrschend zu bezeichnen ist. Ein Abbauverfahren, das man sowohl im Staß-
furter Kalibergbau, wie auch zu Schönebeck antreffen kann. Zu Heilbronn hat
man nach je zwei Querstrecken Abbauörter von 15 in Breite, 19 na Höhe und
100 in Länge ausgeschossen. Zur Stütze des Hangenden läßt nian zwischen
den Abbauörtern Sicherheitspfeiler von 10 in Breite und 100 in Länge stehen.
Der Abbau vollzieht sich in der Form, daß man von beiden so hergerichteten