Full text: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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1726 etwa 8100 Ztr. 1735 etwa 6075 Ztr., 1738 bei 3 1 /;! gradiger Sale 
etwa 8250 Ztr., 1748 rund 10225 Ztr., 1762 bei ^gradiger Sole nur 
3600 Ztr. und 1823 hob sich die Produktion wieder auf 7000 Ztr. Kochsalz 
und 200 Ztr. Viehsalz. Daneben ist jedoch auf die nicht unerhebliche Hall- 
erdeugewinnung hinzuweisen. Die überaus schwankenden Produktionsziffern 
illustrieren am deutlichsten das Auf und Nieder des Solengehalts der Salzquellen. 
Wir erwähnten schon, daß die überaus schwache Sole der alten Bohrlöcher 
der Saline Sulz dringend auf die Notwendigkeit hinwies, durch Auffindung 
neuer Salzlager im Interesse des Weiterbestehens der Saline hier Abhilfe zu 
schaffen. Zu diesem Zweck wurden in den Jahren 1839/40 etwa eine Stunde 
süd-östlich von Sulz bei Bergfelden Bohrversuche unternommen, die den glücklichen 
Erfolg hatten, ein mächtiges Steinsalzlager zu erbohren. Im weiteren Verlauf 
wurde dann im Jahre 1842/3 noch ein Bohrloch, und 1861/2 abermals zwei 
Bohrlöcher niedergetrieben, von welch letzteren jedoch eines verunglückte. Die 
geologische Gestaltung der Bohrlöcher Nr. I und IV bei Bergfelden zeigt fol 
gendes Bild, wobei wir den geognostischen Forschungen von I. Hildebrand und 
v. Paulus folgen '): Bohrloch No. I. 
a) I m Schacht. 
Aufsatz auf den Bohrschacht 1,58 m 
Dammerde, Lehm und Sand 2,03 „ 
Trigonodns dolomit 2,26 „ 
b) Im Bohrloch. 
'1'rigonodus dolomit 19,05 m 
Hauptmuschelkalk 56,84 „ 
Anhydritgruppe, gelbe Mergel, Zellendolomite und Kalkstein 
mit Hornstein 21,77 „ 
Anhydrit und Salzton 35,47 „ 
Steinsalz 11,32 „ 
Ganze Teufe: 150,32 in 
Ueber dem Fußboden des Schachthauses steht der Trigonodus dolomit 
bis zu seinem Hängenden noch 3,70 m mächtig zu Tage. Es ergibt sich so eine 
Gesamt-Mächtigkeit von 28,62 in für den Trigonodus dolomit. Die Mächtig 
keit des Anhydrits unter dem Salzlager einschließlich den Uebergangsgesteinen 
in den Wellenkalk beträgt 8,60 m, sodaß die Gesamt-Mächtigkeit der Anhydrid 
gruppe auf 77,16 m zu stehen kommt. 
Das geologische Profil des Bohrloches Nr. IV bei Bergfelden zeigt fol- 
Bohrloch No. IV. 
a) Im Schacht. 
2,29 in 
1,15 „ 
0,57 „ 
1,59
	        
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