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Prozeß der strukturellen Organisierung stattfindet. Aber der
Rückgang der Produktivkräfte infolge des Prozesses der nega
tiven erweiterten Reproduktion hält an, solange der Krieg an
hält. Dieser Krieg erfordert nicht nur materiell-sachliche Hilfs
quellen; er beansprucht auch das beste Menschenmaterial, die
Administratoren und Organisatoren unter den Arbeitern,
Es ist leicht einzusehen, daß es in allen genannten Fällen
auf eine Verminderung, einen Ausfall, eine Stockung und mit
unter auch eine Lähmung des Reproduktionsprozesses hinaus-
läuft, dem ein Sinken der Produktivkräfte adäquat ist. Dies zu
„leugnen", wäre ebenso unklug, wie wenn man den Prozeß der
Revolution selbst „leugnen“ wollte. Es fragt sich nun, worin die
funktionelle Bedeutung dieses Sinkens besteht. Der Unterschied
zwischen den kurzsichtigen Ideologen der Bourgeoisie und den
Ideologen des Proletariats besteht hier nicht darin, daß die einen
diese Tatsachen „konstatieren" und die anderen sie leugnen,
sondern darin, daß die Ideologen der Bourgeoisie diese Erschei
nungen statisch auffassen, während die einzig richtige (und in
folgedessen allgemein gültige) Methode darin besteht, daß der
vorübergehende Sturz der Produktivkräfte vom Standpunkt des
Transformationsprozesses betrachtet wird, d, h, nicht allein vom
Standpunkt der nächsten Kreisläufe der gesellschaftlichen Re
produktion, sondern vom breiten Standpunkt der großen ge
schichtlichen Ausmaße,
Es ist selbstverständlich, daß, wenn der Prozeß des
Rückganges der Produktivkräfte seinen Ausdruck findet in der
unmittelbaren Vernichtung der Produktionselemente, er um so
schmerzlicher verläuft, je mehr die Produktivkräfte während des
Krieges herabgesetzt worden sind. Der Rückgang der Produk
tivkräfte infolge dieser Ursache verbindet sich mit ihrem
„revolutionären" Niedergang: im Prozeß der gesellschaftlichen