Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Bewegliche  Rraftkünzentration.

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der  Sauerstoffflamme,  die  wir  beliebig  führen,  schneiden  wir
Lisenplatten  durch  wie  mit  einem  Messer.
Wie  das  Feuer,  so  haben  wir  uns  auch  die  Luft  für  unsere
Zwecke  zum  gehorsamen  Diener  gemacht.  (Es  sei  wieder  an  den
Vakuumreiniger  im  Kaushalt  erinnert,  der  Besen  und  Staubtuch
ersetzt,  ksier  spart  die  abgesaugte  Luft  eine  besonders  unangenehme ­
  kfandarbeit.  In  umgekehrter  Behandlung  unter
starker  Pressung  verwendet  man  die  Luft  zum  (Ersatz  eines  der
ältesten  und  primitivsten  Werkzeuge,  des  pammers.  Die  Anwendung ­
  des  pammers  verlangte  in  den  meisten  Fachen  nur  rohe
Muskelkraft.  Dafür  tritt  jetzt  der  Drucklufthammer  ein.
(Er  sieht  äußerlich  etwa  aus  wie  tin  kurzer  Krückstock,  also  ein
zylindrischer  Körper  mit  einem  Griff.  In  dem  Zylinder  bewegt
sich^ein  Kolben,  der  auf  das  Werkzeug  einwirkt,  das  am  (Ende
hervorsteht.  Durch  Niederdrücken  eines  kleinen  Ejebels  am  Griff
gibt  man  der  Preßluft,  die  durch  einen  beweglichen  Schlauch  zugeleitet ­
  wird,  freien  Zutritt  zu  den  Steuerorganen,  wenn  die
Luft  nun  hinter  den  Kolben  tritt,  wird  er  vorgeschleudert  und  übt
einen  Schlag  auf  das  Werkzeug  aus.  In  entsprechender  Weise
erfolgt  auch  wieder  der  Rückstoß.  So  lassen  sich  mehrere  tausend
pammerschläge  in  der  Minute  ausführen,  mehr  als  der  stärkste
und  gewandteste  Schmied  auch  nur  annähernd  jemals  leisten
könnte.  Die  menschliche  Ejand  wird  von  der  groben  Arbeit  des
Zuschlagens  entlastet;  dafür  bleibt  ihr  die  feinere  der  Führung.
Das  geschmeidige  Werkzeug  des  Drucklufthammers  laßt  sich  überall
hinleiten;  er  nietet  Kessel,  er  klopft  Siebe  ab,  er  stampft  Sandformen; ­
  er  schiebt  sich  in  die  engen  Siebrohre  der  Dampfkessel
und  befreit  sie  von  dem  lästigen  Kesselstein.  Kurz,  er  leistet  jede
Arbeit,  die  die  pand  des  Menschen  leistete,  die  den  pammer
schwang,  und  er  leistet  sie  vollkommener.  Aber  er  bedarf  dw
Führung.
Noch  deutlicher  als  bei  den  Preßluftwerkzeugen  —  es  gibt
deren  noch  mehr  —  zeigt  sich  die  neugewonnene  Herrschaft  des
arbeitenden  Menschen  über  die  Maschine  bei  der  elektrischen
Fernsteuerung,  die  sich  vielleicht  einmal  als  die  reüoli;tionierendste
  technische  (Erfindung  unserer  Zeit  erweisen  wird.  <Es
handelt  sich  dabei  darum,  daß  die  elektrische  Kraft  mittels  dünner
Leitungsdrähte  (bald  wohl  auch  selbst  ohne  diese)  nach  bestimmten
Punkten  gelenkt  und  nach  Belieben  von  einer  weit  entfernten
Stelle  aus  ausgelöst,  in  Tätigkeit  gesetzt  werden  kann.  (Eine  der
            
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