240 C. Trosset:
300 000 Doppelzentner Superphosphat,
278 000 Sn Thomasmehl,
50 000 5 Stickstoffdünger,
134 000 #r Kalisalze.
Wünschenswert und rationell jedoch wäre ein jährlicher Aufwand von
1200 000 Doppelzentner Phosphate, also das Vierfache,
300 000 - Stickstoffdünger, also das Sechsfache,
300 000 % Kalidünger, also das Dreifache.
Diese Zahlen sprechen für sich und bedürfen keines Kommentars,
Von der Ernährungsmöglichkeit leitet sich von selber die Frage ab:
„Wie bezahlt der Einwohner die Nahrungsmittel?‘ Ich glaube, die Ant-
wort lautet sehr einfach — indem er, so er nicht selbst Landwirt ist,
seinem Berufe, seiner Veranlagung entsprechend, ebenfalls Werte pro-
duziert! Und so gelangen wir logisch zu den einheimischen Rohstoffen
für die industrielle Entwicklung.
Erwähnt wurde schon, daß Deutschösterreich jährlich rund
10 000 000 Festmeter Holzzuwachs hat, also eine Menge, die alljährlich
forstgerecht, ohne Schädigung der Waldbestände eingeschlagen werden
kann; sie wird es wahrscheinlich auch werden, weil Holz zur Zeit der
wichtigste Ausfuhrwert dieses Landes ist, Das alte Österreich führte
1913 aus: etwa 5 Millionen Festmeter Bau- und Nutzholz zum damaligen
Gesamtwert von 259316000 Kr., aber nur 74000 cbm Holzwaren,
Möbel usw. im Wert von 87377000 Kr. Während also Roh- und Bau-
holz nur 47,50 Kr. pro Kubikmeter gebracht haben soll, ist als Erlös
des Meterzentners Fertigware 1200 Kr, pro Kubikmeter statistisch an-
gegeben. An diese enorme Spannung kann man zwar nicht recht
glauben. Unterstellt man sie aber als nur annähernd richtig, dann
folgt daraus für den Wirtschaftspolitiker, daß es für die Ööster-
reichische Volkswirtschaft allerdings wichtiger ist, fertige Holzwaren
zu exportieren, welche die gewaltigen Arbeitslöhne, Veredelungs-
kosten, Steuern usw. dem Lande eintragen.
Ein weiterer, ebenso wichtiger Rohstoff dieses Landes ist die
„weiße Kohle‘, Immer sind es heute noch etwa 2000 000 ausbau-
würdige Pferdekräfte der Ströme, Flüsse, Bäche Deutschösterreichs.
Von den Wasserkräften gelangen wir zu den geologischen Vor-
kommen,
Ich darf zitieren, was darüber gesagt ist in der Darstellung der
wirtschaftlichen Verhältnisse Nordtirols, Grünheft im Selbstverlag der
Handels- und Gewerbekammer in Innsbruck im Dezember 1919:
„Tirol ist reich an Mineralschätzen, sein Bergbau stand einstmals in
hoher Blüte. Die Bergreviere von Schwaz und Rattenberg allein
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