Contents : Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

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österreichische  Hände  übergehen.  Sie  wären  eventuell ­
  einer  Gesellschaft  zu  übertragen,  in  der  deutsches  Kapital
den  Hauptanteil  hätte.  Damit  sie  sich  fortzuentwickeln  und  auszubauen ­
  in  der  Lage  wären,  müßte  ihnen  das  Recht  der  Enteignung ­
  und  das  Recht  für  beliebige  Anschlüsse  konzessionsmäßig
zugestanden  iverden.  Ebenso  wären  sie  mit  Steuerfreiheit  oder
Steuerermäßigung  auszustatten.  Aus  die  Tarifstellung  dürfte
Österreich  gleichfalls  keinen  Einfluß  ausüben.
Was  die  Wasserstraßen  anlangt,  so  müßten  sie
gleichfalls  in  irgend  einer  Form  dem  deutschen  Einfluß  unterstellt ­
  werden,  damit  sie  leistungsfähig  ausgebaut  werden  können.
Aber  auch  noch  in  mancher  anderen  Hinsicht  müßten  für  den
Fall,  daß  sich  ein  Anschluß  wichtiger  Teile  Polens  an  Österreich
nicht  verhindern  lassen  sollte,  besondere  Kautelen  geschaffen  werden, ­
  um  die  deutschen  Interessen  zu  wahren.
Zunächst  wäre  auszubedingen,  daß  d  e  u  t  s  ch  e  n  Reichsangehörigen ­
  der  Erwerb  von  Grund-  und
Bergwerkseigentum  auch  in  den  ö  st  e  r  r  e  i  ch  i  -
s  ch  e  n  Teilen  Polens  g  e  st  a  t  t  e  t  werden  muß.
Ebenso  müßten  Deutsche  unter  den  gleichen  Bedingungen ­
  Landwirtschaft  und  I  n  d  u  st  r  i  e.  treiben
dürfen  wie  Inländer.
Ferner  müßte  der  Export  von  Deutschland  na  ch
Polen  durch  niedrige  Zölle  erleichtert  werden.  Alsdann
wäre  zu  fordern,  daß  die  Freizügigkeit  der  polnischen  Arbeiter
nicht  unterbunden  wird.  Dagegen  müßte  uns  das  Recht  vorbehalten ­
  bleiben,  uns  davor  zu  schützen,  daß  Deutschland  mit
Polen  und  Juden  überschwemmt  wird.
Mit  Rücksicht  auf  die  in  Polen  vermuteten  Kali-  und
P  e  t  r  o  l  e  u  m  v  o  r  k  o  m  m  e  n  wäre  es  ferner  geboten,  rechtzeitig ­
  mit  Österreich  Abkoinmen  zu  treffen,  die  uns  vor  späteren
unangenehmen  Überraschungen  bewahrten.
Ob  alle  diese  Kautelen  genügen  würden,  um  die  deutschen
Interessen  im  Falle  einer  teilweisen  Angliederung  Polens  an
Österreich  nach  allen  Richtungen  zu  wahren,  muß  immerhin
äußerst  zweifelhaft  erscheinen;  s  i  e  st  e  l  l  e  n  u.  E.  aber  das
M  i  n  d  e  st  m  a  ß  dessen  dar,  was  zur  Sicherung
der  deutschen  Interessen  Österreich  gegenüber ­
  gefordert  werden  muß.  —
Auch  für  Polen  s  e  l  b  st  erscheint  uns  zur
Erreichung  einer  einheitlichen  und  gleichmäßigen
  Fortentwicklung  eine  Angliederung
wichtiger  L  a  n  d  e  s  t  e  i  l  e  an  Ö  st  e  r  r  e  i  ch  nicht
w  ü  n  s  ch  e  n  s  w  e  r  t.
            
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