das ist dasselbe, wie behaupten, daß auch
der Soldat gezwungenermaßen kämpfe.
Natürlich, dieser wie jener befinden sich
unter der Einwirkung strenger Drohungen,
— besonders der Soldat, weil] es schwerer
ist, sein Leben als seine Kräfte zu opfern, —
aber das heißt durchaus nicht, daß dieser
wie jener zwangsweise, nicht freiwillig han-‚deln.
Hier wäre es vielleicht am Platze,
sich des tiefen Gedankens Rousseaus zu erinnern,
daß man zwischen voloute generale
und voloute€ de tous, dem Ges amtwillen
und dem Willen aller, einen Unterschied
machen müsse. Wenn man mich veranlaßt,
zu kämpfen, so kann ich mich meinem persönlichen
Willen widersetzen, — ich kann
mich, z. B., irgendwo im Rücken der Armee
einrichten, — aber ich kann den Gesamtwillen
nicht bestreiten, daß gekämpfi
werden muß und daß auch ich kämpfen
muß. Daher, wenn ich dennoch in die
Schlacht gerate und kämpfen werde, so
wird man — weder vom logischen noch
vom psychologischen Gesichtspunkte —
sagen können, daß ich nur gezwungenermaßen
kämpfe. Nein, mich wird dann der
Gesamtwille und meine innere Uebereinsimmung
mit ihm machtvoll;.unterstützen.
Und vielleicht werde ich mich‘ dann im
entscheidenden Augenblick, nicht als Feigling,
sondern als Held zeigen. Und wenn
das bezüglich der Soldaten so ist, so ist es
in bezug auf den Werktätigen erst recht so.
Die Arbeits- wie die ‚Militärdisziplin