nisierten eigentlich ‚nicht die Volkswirt-
schaft, sondern ihre eigenen Privatwirt-
schaften. Das brachte Uneinigkeit und oft
sogar Wirrwarr in die Volkswirtschaft als
Ganzes, dennoch aber war der Grundsatz
der Organisation im Wirtschaftsorganismus
vorhanden und verfügte sogar über eine so
starke Triebfeder wie das persönliche In-
teresse. Jetzt ist dieses private Organisa-
tionselement aus dem Wirtschaftsleben ent-
fernt und muß durch ein anderes, das ge-
sellschaftliche, ersetzt werden. Das ist
nicht leicht, erstens, weil die Organisation
der Wirtschaft in bedeutend größerem Maß-
stabe durchgeführt werden muß; es müssen
nicht einzelne, mehr oder minder be-
schränkte Wirtschaften organisiert werden,
sondern eine ganze Volkswirtschaft eines
ungeheuren Landes mit einer ungeheuren
Bevölkerung; zweitens, weil die lebendigen
Organisationselemente der Wirtschaft in
dem neuen Regime noch nicht in Gang ge-
bracht sind, — weder die wirtschaftliche
Macht, noch die Beziehungen der Unterord-
nung, der Verantwortung und dergl., die
alten Grundsätze, überall aus der Wirtschaft
entfernt, noch nicht durch neue ersetzt
sind oder, richtiger, man beginnt erst, sie
durch neue zu ersetzen. Daher befindet
sich unsere ganze Wirtschaft in organi-
satorischer Beziehung im Zustande des
Verfalls. Es ist keine Macht vorhanden,
keine Unterordnung, keine Leitung, Keine
Verantwortlichkeit. °
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