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Wirtschaftliche Verhältnisse
chisch, 226 italienisch, 9091 österreichisch, 3021 russisch, 94 serbisch,
1168 türkisch und 4725 ungarisch.
Zu Lande spielt sich der Verkehr in erster Linie auf den
Straßen ab. 1866 besaß Rumänien kaum 1068 km leidlich aus
gebauter Wege. Unter der Herrschaft des Straßengesetzes vom
Jahre 1868 hat sich das Straßennetz des Landes gewaltig ent
wickelt und umfaßte 1915 insgesamt 45162 km, von denen 4162
vom Staate, 5000 von den Kreisen, 21000 von den Bezirken und
15000 von den Gemeinden erhalten wurden. In ihrem Zuge be
fanden sich 1909 30409 Holz-, 3906 Stein-, 2517 Stein- und Holz-,
121 eiserne, 5471 Beton- und 27 Schiffbrücken, zusammen daher
42451. Beaufsichtigt wurden die Straßen von 1414 Straßenein
räumern.
Zu den Straßen trat allmählich eine ganze Reihe von Eisen
bahnlinien hinzu. Die erste wurde 1869 von Bukarest nach
Giurgiu von einer Bauunternehmung gebaut. Ihr folgten die
Linien Bukarest-Jassy-Burdujeni, die 1871/2 unter staatlicher Garan
tie von zwei fremden Gesellschaften in Angriff genommen wurden;
doch machte Rumänien hierbei schlechte Erfahrungen, indem es für
das investierte Kapital 7,5 % ige Zinsen zahlen mußte, weshalb es
188O an die Einlösung und Verstaatlichung dieser Linien schritt.
Seither wurden alle Hauptbahnen vom Staate in eigener Regie
gebaut. Gegenwärtig besitzt Rumänien ein Eisenbahnnetz von
4024 km, in welchem lOIOOOOOOOLei investiert sind. JmJahre 1911
verfügte es über 691 Lokomotiven, 1198 Personen-, 133 Post- und
17 345 Güterwagen. Auf allen Linien zirkulierten in diesem Jahre
6O852 Eil- und Personenzüge, 43868 gemischte und 77O76 Eüter-
züge, zusammen daher 181786 Züge, welche 10233000 Passagiere
gegen ein Entgelt von 33365890 Lei und 10030780 t Waren aller
Art gegen einen Frachtpreis von 60340969 Lei beförderten. Für die
Traktion wurden Briketts, Kardiff-, westfälische und schlesische Kohle,
einheimischer Lignit. Petroleum und Holz im Eesamtanschaffungs-
werte von 9030312 Lei verwendet. In den Werkstätten der rumä
nischen Staatsbahnen arbeiteten 3333 Personen gegen eine Lohn
summe von 9721054 Lei. Die Gesamteinnahmen der Eisenbahnen
betrugen 97345321 Lei, die Gesamtausgaben 60418807 Lei. Es
ergab sich daher ein Uberschuß von 36926514 Lei, welcher einer
Verzinsung von 3,82 % des investierten Kapitals gleichkommt.
Reben den normalen Eisenbahnen bestehen in den größeren
Städten Trambahnen. 1907 umfaßten sie 88483 km und be
förderten 33169574 Personen.*)
) Vg!. Anuaru] statistic al Romäniei, 1912, X, S. 255 ff.