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Einfuhr aus den
Ausfuhr nach den
V ertrags-
Nichtvertrags-
Vertrags-
Nichtvertrags-
Staaten
Staaten
Staaten
Staaten
1887—91 :
1626,8
2271,3
1003,1
2306,6
1892—97:
1643,3
2741,6
1184,8
2217,4
Differenz
+ 16,5
+ 470 3
+ 181,7
- 89,2
Procentual
+ 1%
+ 21 o/o
+ 18°/o
- 40/o
Es ist also
unsere
Ausfuhr nach den
Vertragsstaaten
bei nur unbedeutend erhöhter Konkurrenz derselben auf dem Innen
markt um 18% gewachsen, dagegen die Konkurrenz der Nicht
vertragsstaaten auf dem deutschen Markt unter Zurückdrängung
unseres Exportes dorthin um 21% gestiegen.
Diese Ziffern lassen zur Genüge die Grösse der Aufgaben er
kennen, welche unserer Handelspolitik gestellt sind. Von gegnerischer
Seite wird nun freilich der Schutz der einheimischen Produktion
gegen die Auslandskonkurrenz in den Vordergrund gestellt und ihm
ein höherer wirthschaftlicher Werth beigemessen, als der Offenhaltung
der fremden Märkte für unseren Export. Prüfen wir also kurz die
Bedeutung des Zollschutzes für das einheimische Wirthschaftsleben.
IV.
Dem Fiskus haben die Zölle unstreitig reiche Einnahmen ge- Wirkungen
bracht; in Millionen Mark betrugen die Erträge der Zölle von: Zollschutzes-
Nahrungs- und Genuss- Rohstoffen für die _ , ..
Fabrikaten
mittein (einschl. Vieh) Industrie
1892/93 274 15 85
1898/99 364 32 115
Unser Interesse konzentrirt sich auf die Frage: Wie haben die
Zölle auf die Gestaltung von Produktion und Konsum
gewirkt?
Die relativ geringsten Erträge liefern demnach die Zölle auf
Rohstoffe. Belastet werden durch diese der Land- und Forstwirth-
schaft, bezw. dem Bergbau zu Gute kommenden Zölle einerseits die in
Mitleidenschaft gezogenen Industriezweige, andererseits die Kon
sumenten der aus den betreffenden Rohstoffen erzeugten Waaren.