Privatgrundbesitz unvereinbar mit bester Bodenbenutzung.
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Aap. I.
Taschen von Privaten. Was verhinderte, daß der Grund und Boden
eines ganzen Landes auf diese weise Besitz des Volkes wäre?
Ls würde schwer sein, irgendeinen Teil bn Gebiete der vereinigten
Staaten zu finden, wo die Verhältnisse, welche, wie inan gewöhnlich
annimmt, zur Überweisung des Grund und Bodens an den privatbesitz
nötigten, in höherem Grade bestehen als auf den kleinen Inseln St. Peter
und St. Paul im Aleutischen Archipel, die durch den Ankauf von Alaska
von Rußland erworben wurden. Diese Inseln sind die Brutplätze des
Pelzseehundes, eines so schüchternen und vorsichtigen Tieres, daß der
geringste Schreck es veranlaßt, seinen gewohnten Aufenthaltsort zu ver
lassen, um nie zurückzukehren. Um die vollständige Vernichtung dieser
Fischerei zu verhindern, ohne welche die Inseln von keinerlei Nutzen
für den Menschen sind, ist es nicht nur notwendig, die Weibchen und die
Jungen zu schonen, sondern auch jedes Geräusch, wie das Abfeuern
einer Pistole oder das Bellen eines Fundes zu vermeiden. Die Männer,
welche die Tiere töten, dürfen nicht hurtig verfahren, sondern müssen
ruhig unter den auf den felsigen Ufern umherliegenden Seehunden
umhergehen, bis die auf dem Lande so plumpen, aber im Wasser so
gewandten Tiere keine weitere Furcht zeigen, als daß sie träge aus dem
Wege watscheln. Dann werden diejenigen, welche ohne Beeinträchtigung
der künftigen Vermehrung getötet werden können, sorgfältig abgetrennt
und sanft landeinwärts getrieben, wo sie außerhalb des Gesichts- und
Gehörkreises der perden mit Keulen erschlagen werden, wenn man
eine derartige Jagd jedem freistellen wollte, der Lust hätte hinzugehen
und draufloszujagen, so würde es im Interesse einer jeden Partei
liegen, unbekümmert um die Zukunft soviel als möglich zu erlegen,
und ein solches verfahren würde nur die Folge haben, die Jagd in einigen
Jahren vollständig zu ruinieren, wie ähnliche Jagden oder Fischereien
in anderen Meeren auf diese Art ruiniert worden sind. Aber es ist darum
keineswegs nötig, diese Inseln zu Privateigentum zu machen. Obgleich
um viel weniger dringender Gründe willen das große öffentliche Gebiet
des amerikanischen Volkes, so schnell sich nur Abnehmer dafür fanden,
Zu Privatbesitz geworden ist, hat man doch diese Inseln für 3(7 500
Dollar jährlich verpachtet*), wahrscheinlich nicht sehr viel weniger als
wofür sie zurZeit desAnkaufes von Alaska hätten verkauft werden können.
5ie haben dem Nationalschatz schon 2 500 000 Dollar eingetragen und
sind noch immer in ungeschmälertem werte (denn unter der sorgfältigen
Verwaltung der Alaska-Pelz-Kompagnie vermehren sich die Seehunde
eher, als daß sie sich vermindern) das Gemeingut des Volkes der Ver
einigten Staaten.
Weit entfernt, daß die Anerkennung des Privatgrundbesitzes für
*) Die feste Pacht des Vertrags mit der Nompagnie ist 55 000 Dollar jährlich mit
I " Zahlung von 2,625 Dollar für jedes Fell, was für \oo 000 Felle, auf die der Fang
IHrankt ist, 262 500 Dollar beträgt, also eine Gesaintpacht von 3^7 500 Dollar.