fullscreen : Bilanztechnik und Bilanzkritik

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270

Bankbilanzen.

Debet  Gewinn-  und
Allgemeine  Verwaltungskosten  M  509  368,82
Staats-  und  Gemeindesteuern  „  123  411,29
Zinsen  auf  Bar-Guthaben  „  299  026,28
dt  931  806,39
Reingewinn  des  Jahres  1905  dt  1  765  664,53
Gewinn-Vortrag  aus  1904  „  1  210  940,42  2  976  604,95
Beantragte  Verwendung
Dividende  8%  %  dt  1  530  000,-dem
  Pensionsfonds  „  40  000,—
der  Beamten-Wohlfahrtskasse  „  10  000‘—
Tantiemen  des  Aufsichtsrats  und  des
Vorstandes  „  184  197,93
Vortrag  für  1906  „  1  212  407.62
M  2  976  604,95
3  908  411,34

Aktiva  Bilanz  einer
1.  Kassenbestand  .  dt  1  056  536,80
Guthab.  b.  d.  Reichsbank  ,,  3  017  788.43
2.  Wechselbestände  dt  24  587  492,11
Abzüglich  Rückzinsen....  ,,  181919,59
3.  Vorschüsse  gegen  Unterpfänder
4.  Guthaben  der  Korrespondenten
5.  Eigene  Effekten  einschließlich  lauf.  Zinsen
6.  Bank-Immobilien  und  Mobilien

52  334  028  06  {=  100%)

4,074  325,23  (=  7,78%)
24  405  572,52  (=  46,64%)
17  692  987,73  (  =  33,80%)
216  929,83  {=  0,42%)
5  344  212,75  (=  10,21%)
600  000,-  (=  1,15%)

ist  in  der  Bilanz  ersichtlich  gemacht.  Die  Liquidität  ist  vortrefflich,
Effekten  und  Gründungsgeschäfte  fehlen,  der  Kontokorrentkredit  wird
nicht  gepflegt.  Das  Kontokorrent-Aoreto  dient  als  Gegenkonto  verschiedener ­
  Geschäftsvorgänge.
Der  Kassenumsatz  ist  bedeutend,  bedingt  durch  Depositen-,  Lombard-, ­
  Inkasso-  und  Wechsel  verkehr;  der  tägliche  Umschlag  (Einnahmen
+  Ausgaben  durch  300)  beträgt  durchschnittlich  13,26  Mill.
Es  wurden  für  141,36  Mill.  Wechsel  diskontiert,  der  Umsatzgewinn
(0,873)  =  6,2  %„.  Der  Wechselbestand  ist  groß,  ein  Zeichen,  daß  wenig
Wechsel  rediskontiert  wurden  und  demgemäß  das  Wechselobligo  gering
ist.  Auch  eine  andere  Berechnung  bestätigt  diese  Vermutung:  Von  den

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Bankbilanzen

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Verlust-Konto

Credit

Zinsen  aus  Wechseln  dt
Zinsen  aus  Vorschüssen  gegen  Unterpfänder..  ,,
Erträgnis  der  eigenen  Effekten  „
Gebühren  aus  dem  Giroverkehr  „
Depot-  und  Umsatz-Provisionen  ,,
Mieterträgnisse  -  „
Verfallene  Dividendenscheine  ,,
Jahresgewinn  dt
Hierzu  Vortrag  aus  1904  „

700  863,75)  =
632  537,58)
239  370,93  =
34  410,-1  _
1  081  311,79)  ~
7  891,04)  _
1  085  83)  “

49,4  %
8,9  %
40  %

1,7  %

2  697  470,92  =  100  %
1  210  940,42

dt  3  908  411,34

Depositenbank  Passiva
1.  Grundkapital  -ft  18  000  000,—
2.  Gesetzlicher  Reservefonds  dt  4  500  000,—
3.  Außerordentlicher  Reservefonds....-^  ,,  300  000,—  ,,  4  800  000,—
4.  Frühere  Bankscheine  „  263  514,33
5.  Guthaben  der  Deponenten  ,,  22  123  463,36
6.  Guthaben  auf  Giro-Rechnungen  ,,  3  800  960,13
7.  Guthaben  von  Korrespondenten  365  578,12
8-  Unerhobene  Dividende  „  3  907,17
9.  Reingewinn  aus  1905  dt  1  765  664,53
Gewinn-Vortrag  aus  1904  1  210  940,42  „  2  976  604,95
dt  52  334  028,06

Wechselzinseneinnahmen  (1,006)  wurden  durch  Ausgaben  0,123  Milk,  d.  h.
12,3  %  verloren.
Von  den  Unkosten  wurden  23,8  %  abgewälzt,  d.  h.  wieder  ersetzt,
also  verhältnismäßig  viel.  Rechnet  man  auf  Lombardkonto  das  arith-,
  „  ,  (16,23  +  17,693)
Fetische  Mittel  aus  dem  Anfangs-  und  Schlußbestande  —
=  16,96  Mill.  als  durchschnittlichen  Bestand  (grob  gerechnet),  dividiert
diese  Zahl  in  die  Darlehnssumme  (153,14  Mill.),  so  ergibt  dies  einen  Umschlag ­
  von  9,03,  d.  h.  der  durchschnittliche  Bestand  wurde  etwa  9  mal
umgeschlagen,  auf  365  Tage  umgerechnet,  gibt  eine  durchschnittliche  Darlehnsdauer
  von  40  Tagen.
            
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