Von den 30760 Wohngebäuden in den teilweise. durch Wasserleitung ver
sorgten oberpfälzischen Orten haben 9339, also nicht ganz. !/s, Hausanschluß.
Die 304 Ortschaften, deren teilweise Leitungsversorgung nur durch Laufbrunnen erfolgt, haben
1929 Anwesen. In weiteren 130 Orten bestehen selbständige Laufbrunnenanlagen neben
anderer Leitungsversorgung. Von den Wasserleitungen, welche in den teilweise versorgten
Orten mit Hausanschlüssen ausgestattet sind, werden noch 269 Lauf- und Ventilbrunnen
mitgespeist. Wie viele Anwesen hiernach noch Wasser aus Laufbrunnen erhalten, konnte
nicht festgestellt werden. Wohl der größte Teil der Anwesen in den teilweise versorgten
Orten wird keine Leitungsversorgung genießen, sondern auf anderweitigen Wasserbezug
angewiesen sein. Derselbe erfolgt aus
Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . ..... . ‚in 913 Orten
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . . . 7 829
Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen „ 61 w
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen... A "
Brunnen und Zisternen . 2.0.0.0... „ 133 ,
daneben aus Quellen, Bächen, Flüssen . „38
Quellen, Bächen, Flüssen. . . SL HR 7 188
Wasserleitungen benachbarter Anwesen durch Wasserholen „ 20 .
Die 2607 oberpfälzischen Ortschaften, . welche anfangs 1928 keine Wasserleitung
hatten, umfassen zusammen 23326 Anwesen und 141776 Einwohner. Das sind 26,6 v. H.
des gesamten Anwesensbestandes und 22,5 v. H. der Bevölkerung in der Oberpfalz. Ihre
Wasserversorgung beruht auf folgenden Grundlagen:
Wasserversorgung der Orte ohne Wasserleitung
in der Oberpfalz
Orte
mit....
Wohngebäuden | Einwohnern
hzw. Anwesen
aus Pump-, Zieh- oder Schöpfbrunnen . ..... 4 1506 16 188 99 425
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen... 344 5 280 31 588
zus Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen 130 2157 13 172
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen , . . 29 148 807
aus Brunnen und Zisternen . . 00 4 296 3844 22419
daneben Wasserbezug aus Quellen, Bächen, Flüssen . 68 1491 8364
aur aus Quellen, Bächen, Flüssen... 2.0.0.0. 1 ; | 370 1.058 | 6.292
durch Beiholen des ganzen Wasserbedarfs außerhalb des Ortes 5 84 468
Die größten Ortschaften ohne Wasserleitung sind in der Oberpfalz die Städte Hirschau
2319 Einw., BA. Amberg) und Grafenwöhr (2002 Einw., BA. Eschenbach '), die Märkte Bruck
id, OPf. (1480 Einw., BA. Roding), Schmidmühlen (1073 Einw., BA. Burglengenfeld: und
Mantel (1020 Einw., BA. Neustadt a. d. Waldnaab), das Pfarrdorf Sünching (1317 Einw.,
BA. Regensburg) und das Dorf Haselmühl (1008 Einw., Gem. Köfering, BA. Amberg):
Von den Anwesen und Einwohnern derjenigen bayerischen Ortschaften, welche sich
mit Zisternen, Ortsweihern und ähnlichen Wassersammelstellen, in der Hauptsache also
mit gesammeltem Regen- und Schneewasser begnügen müssen, weil kein Grund-, Quell-
>der Tagwasser in der Nähe der Anwesen bezogen werden kann, entfallen mehr als die
Hälfte auf die Oberpfalz. 401 oberpfälzische Ortschaften mit 2014 Anwesen und 12365
Zinwohnern sind nach dem Stande der Erhebung auf diese primitive Wasserversorgung
angewiesen. Die meisten. von diesen Orten liegen auf solchen Teilen der wasserarmen
Jurahochfläche, die noch nicht in die systematische Gruppenwasserversorgung einbezogen
sind, Besonders zahlreich sind die mit Regen- und Schneewasser versorgten Anwesen in
den Bezirksämtern Parsberg (568 Anw.) und Sulzbach (463 Anw.) vertreten. Nennenswerten
Jmfang weist diese Art der Wasserversorgung auch auf in den Bezirksämtern Neu-
markt i. d. OPf. (288 Anw.), Amberg (228 Anw.), Burglengenfeld (138 Anw.), Riedenburg
127 Anw.) und Stadtamhof (86 Anw.: jetzt beim Bezirksamt Regensburg).
1 In der vorgenannten Einwohnerzahl der Stadt Grafenwöhr sind auch die Bewohner der zum
DEEP g af hun seplate Grafenwöhr gehörigen und durch dessen Wasserleitungsanlage versorgten Wohn-
zebäude enthalten.