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Dritter Abschnitt 
Kapitalteil vorgeht, daß also v +m —v-+4v ist, wobei Av eineD 
Zuwachs von v darstellt. Aber die wirkliche Wertveränderung und 
das Verhältnis, worin sich der Wert ändert, werden dadurch ver“ 
dunkelt, daß infolge des Wachstums seines variierenden Bestand 
teiles auch das vorgeschossene Gesamtkapital wächst. Es war 500 
und es wird 590. Die reine Analyse des Prozesses erheischt also 
von dem Teil des Produktenwertes, worin nur konstanter Kapital- 
wert wieder erscheint, ganz abzusehen, also das konstante Kapita! 
c gleich Null zu setzen und damit ein Gesetz der Mathematik anzt 
wenden, wo sie mit variablen und konstanten Größen operiert und 
die konstante Größe nur durch Addition oder Subtraktion mit der 
variablen verbunden ist, 
Eine andere Schwierigkeit entspringt aus der ursprüngliche? 
Form des variablen Kapitals. So im obigen Beispiel ist C’ — 410 Pfd 
Sterl. konstantes Kapital + 90 Pfd. Sterl. variables Kapital -+ 90 Pfd- 
Sterl. Mehrwert. 90 Pfd. Sterl. sind aber eine gegebene, also ko 
stante Größe und es scheint daher ungereimt, sie als variable Größ® 
zu behandeln. Aber 90 Pfd. Sterl. variables Kapital ist hier in de 
Tat nur Symbol für den Prozeß, den dieser Wert durchläuft. Der 
im Ankauf der Arbeitskraft vorgeschossene Kapitalteil ist ein b* 
stimmtes Quantum vergegenständlichter Arbeit, also konstante Wert 
größe, wie der Wert der gekauften Arbeitskraft. Im Produktion* 
prozeß selbst aber tritt an die Stelle der vorgeschossenen 90 Pfd 
Sterl. die sich betätigende Arbeitskraft, an die Stelle toter lebendig® 
Arbeit, an die Stelle einer ruhenden eine fließende Größe, an di® 
Stelle einer konstanten eine variable. Das Resultat ist die R“ 
produktion von v, vermehrt um einen Zuwachs. Vom Standpunk 
der kapitalistischen Produktion ist dieser ganze Verlauf Selbst 
bewegung des in Arbeitskraft umgesetzten, ursprünglich konstante? 
Wertes. Ihm wird der Prozeß und sein Resultat zugute geschriebe 
Erscheint die Formel 90 Pfd. Sterl. variables Kapital oder sich ver 
wertender Wert daher widerspruchsvoll, so drückt sie nur einen d# 
kapitalistischen Produktion immanenten Widerspruch aus. 
Die Gleichsetzung des konstanten Kapitals mit Null befremd® 
auf den ersten Blick. Indes vollzieht man sie beständig im Alltag” 
leben. Will jemand zum Beispiel Englands Gewinn an der Bau 
wollindustrie berechnen, so zieht er vor allem den an die Vereinigte 
Staaten, Indien, Aegypten usw. gezahlten Baumwollpreis ab; da 
heißt er setzt im Produktenwert nur wieder erscheinenden Kapital 
wert gleich Null. 
Allerdings hat das Verhältnis des Mehrwertes nicht nur zul 
Kapitalteil, woraus er unmittelbar entspringt und dessen Wet 
veränderung er darstellt, sondern auch zum vorgeschossenen Gesamt 
kapital seine große ökonomische Bedeutung. Wir behandeln di 
Verhältnis daher ausführlich im dritten Buch. Um einen Teil 6 
Kapitals durch seinen Umsatz in Arbeitskraft zu verwerten, mv 
ein anderer Teil des Kapitals in Produktionsmittel ve. wandelt wer“
	        
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