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keiner Weise nach einer neuen trachtet, würde in nicht
langer Zeit aussterben. Es gab niemals und wird, soweit
es sich voraussehen läßt, niemals eine Zeit geben, in der
die Mehrheit der Männer irgendeiner Gesellschaft im Zustande
völliger geistiger und körperlicher Untätigkeit von
dem anderen Teil der Männer versorgt würde. „Arbeite
oder stirb“ ist die Wahl, vor die schließlich jeder Mann
heute, ebensowohl wie in der Vergangenheit, gestellt ist.
Und das ist es, was für ihn das Arbeitsproblem bedeutet.*
Die Arbeit des Mannes mag nicht immer nützlich im höchsten
Sinne für die Gesellschaft sein, ja, sie kann sogar entschieden
schädlich und antisozial sein, wie im Falle der
Raubritter des Mittelalters, die vom Fang und der Plünderung
der an ihren Schlössern Vorbeiziehenden lebten,
oder im Falle der Spekulanten, Börsenjobber, Trustbarone
und Karteilisten von heute, die sich von der produktiven
Arbeit der Gesellschaft ernähren, ohne irgend
etwas zu ihrer Wohlfahrt beizutragen. Aber selbst die in
solcher Weise beschäftigten Männer müssen einen hohen
Grad von Energie und selbst ein gewisses Maß von Intelligenz
an ihr Gewerbe wenden, und so schädlich sie auch
für die Gesellschaft sein mögen, sind sie doch nicht in persönlicher
Gefahr, eine entnervte, erschlaffte Konstitution
an ihre Nachkommen weiterzugeben. Ob nun zum Vorteil
* Die größte Annäherung zu einem vollen Parasitismus einer großen
Gruppe von Männern findet sich vielleicht im alten Rom zur Zeit des
Verfalls und Untergangs des Kaiserreiches, als die Masse der Bevölkerung,
Männer wie Frauen, sich von importiertem Korn, Wein und öl
nährte und ihr sogar Feste geboten wurden ohne Arbeitsleistung irgendwelcher
Art von ihrer Seite; aber dieser Zustand war nur von kurzer
Dauer und beschleunigte den Untergang des hinsiechenden Kaisertums.
Unter den wohlhabenden sogenannten höheren Klassen ist es wiederholt
vorgekommen, daß die männlichen Mitglieder einer Aristokratie im Verlaufe
der Zeit zu vollständigem Parasitismus hinneigten; aber dieser Zustand
hat immer eine rasche und strenge Abhilfe erfahren, das Geschlecht
ist entweder herabgekommen oder erloschen. Die Lage der
Männer der oberen Klasse in Frankreich vor der Revolution gibt hierzu
eine interessante Illustration.