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zufällig‘ und trotz aller Anstrengungen der betreffenden
Magnaten, sie zu vertuschen. Manchmal versorgten er-
bitterte Konkurrenten die Untersuchungskommissionen mit
Enthüllungen; bei anderen Gelegenheiten versuchte ein
Magnat den andern bei der Verteilung der Beute zu be-
trügen oder auf seine Kosten Vorteile zu erlangen, und dann
pflegte man den Streit vor Gericht zu bringen, wobei
wenigstens einige bemerkenswerte Punkte aufgedeckt wur-
den. Es kann nicht stark genug betont werden, daß auf jede,
von Untersuchungskommissionen und Staatsbeamten gegen
Kapitalisten erhobene Anklage der Unehrlichkeit und Be-
stechung hundert solche Anklagen von Kapitalisten selbst
ausdrücklich gegen ihren eigenen Stand vorgebracht wurden,
eine Tatsache, die durch die umfangreichen gerichtlichen
Protokolle von der ersten Zeit der Regierung der Vereinig-
ten Staaten an bis zur Gegenwart überreich bestätigt wird.
Morgan und William H. Vanderbilt
Morgan hatte es nicht nötig, sich um das „Vertrauen“
irgendeines anderen zu bewerben; er war ein grausamer,
angriffslustiger Finanzmann, von herrischer, ja leidenschaft-
licher Natur und von großer Macht auf seinem eigenen
Gebiete — dem Bankgeschäft, Sein Charakter war von jener
entschlossenen, despotischen Art, die es ablehnt, sich von
irgendeinem Menschen oder einer Folge von Umständen
hindern zu lassen, und seine Handlungsweise zeichnete sich
nicht durch Zartgefühl aus. „Seine Art, zu handeln, ist
drastisch,“ schrieb einer seiner Biographen von seinen
Eisenbahnorganisationen, „und die Besitzer jüngerer Wert-
papiere haben manch saures Gesicht gezogen, aber sein
Vorgehen scheint wirksam gewesen zu sein. I bis 3 Mil-
lionen Dollar werden gewöhnlich als die Kommissions-
gebühr angegeben, die das Haus J. Pierpont Morgan & Co.2)
dafür erhielt, daß es die Reorganisation verstand und
ausführte.“
Zwischen diesen Zeilen kann man deutlich lesen, von
1) Die Nachfolger von Drexel, Morgan & Co.