thumbs : Währung und Handel

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Unigekelirte  der  Fall.  I)ie  Loliiisteigeruiig  übertriitt  in  dieser
i^poelie  weitaus  jede  andere  Preissteigerung,  sie  muss  also  in
erster  Linie  das  bestimmende  gewesen  sein.
Im  Uebrigen  aber  ist  es  notorisch,  dass  eine  Steigerung
des  Unternehmungsgeistes  und  der  Production  thatsächlich
nur  in  einer  der  beiden  Epochen  steigenden  Geldwerths,
nämlich  von  1854  bis  1856  stattfand,  während  von  1861
1865  bei  sinkendem  Disagio  des  österreichischen  Papiergeldes ­
  der  Unternehmungsgeist  darniederlag,  in  höherem
Grade  als  vielleicht  jemals  zuvor.  Nichtsdestoweniger  stiegen
flie  Löhne  beinahe  im  selben  Masse,  wie  in  der  Epoche  1854
^>is  1856.  Umgekehrt  war  die  Epoche  des  sinkenden  Geldwerths ­
  1858  bis  1861  allerdings  auch  eine  Zeit  stagnirenden
Unternehmungsgeistes;  dass  aber  der  Lohnabschlag  darauf
^Pein  unmöglich  •  zurückgeführt  werden  kann,  geht  daraus
hervor,  dass  in  derselben  Zeit  die  Preise  so  wichtiger  Industrie-Erzeugnisse
  wie  Eisen  und  Ihiumwollgarne  namhaft  gestiegen
Die  Zunalime  oder  Abnalime  der  Unternehmungen  und
pEr  Arbeitsgelegenheit  kann  daher  wohl  hie  und  da  die  Wirkung
  der  Valutaschwankungen  verstärkt  haben,  zur  Begründung
der  trüber  besprochenen  Preiserscheinungen  aber  reicht  dieser
-rklärungsgrund  keineswegs  aus.  Am  ^llerdeutlichsten  geht
dies  aus  dem  Erträgnisse  der  Verzehrungssteuer  hervor,
^‘ire  die  Lolinsteigerung  und  die  Steigerung  der  Lebensmittel-Pi'eise
  in  den  Jahren  1854  bis  1856  und  1861  bis  1865  vorwiegend ­
  auf  eine  Zunahme  des  Unternehmungsgeistes  zurückzuführen,
  so  hiesse  dies  speciell  für  Lebensmittel,  dass  diese
^  i’Eise  stiegen,  weil  mehr  consumirt  wurde;  die  Steuerlisten
<<ber  zeigen  ganz  direct,  dass  das  Gcgentheil  richtig  ist,
•^'ämlicli  dass  die  Consumtion  zum  mindesten  für  V  ein,  Most
’ind  P  leiscb  in  der  Abnahme  begriffen  war.  Und  ebenso  hätte
die  Preisermässignng  der  Lebensmittel  in  der  Zeit  von  1858
Pis  |S()l  nui^  dann  eine  P\)lge  des  sinkenden  Unternehmungs-REistes
  sein  können,  wenn  weniger  consumirt  worden  wäre,
zuvor;  während,  wie  die  Steuerlisteii  beweisen,  in  V  ahr-*EÍt
  gerade  in  dieser  Epoche  die  Consumtion  an  V  ein  und
Eiseh  stieg.  Ks  können  also,  durchaus  nicht  die  Consumtions-^^iid
  also  auch  nicht  die  Productionsverhältnisse  die  I  rsache
^  Er  abnormen  Preisschwalikungen  gewesen  sein.
            
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