Full text: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

Ein- und Ausfuhr. 
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Rohe Gewebe wurden im Jahre 1913 für den erheblichen Betrag von 
21,1 Mill. Mk. eingeführt. Es handelt sich hierbei großenteils um feine Gewebe 
im Tonnenwert von 4700 Mk., die ausschließlich aus England eingeführt werden. 
Die Ausfuhr von 6 Mill. Mk. bezieht sich ebenfalls auf feine, nach Deutschland 
gelieferte Gewebe. 
Wolle. Kammzug. Ein großer Teil des inländischen Bedarfs wird von 
den inländischen Wollkämmereien gedeckt; daneben erfolgte noch eine Einfuhr, 
zur Hälfte aus Deutschland und Frankreich, im Werte von 6 Mill. Mk. Die 
Ausfuhr im Betrage von 2,1 Mill. Mk. geht nach Österreich-Ungarn. 
Kammgarn. Die Einfuhr im Jahre 1913 an rohen Kammgarnen beträgt 
4,9 Mill. Mk., die vorwiegend aus Deutschland und Frankreich stammt; dagegen 
werden feinere Kammgarne im Werte von 8,9 Mill. Mk. nach Deutschland, Ruß 
land und Österreich-Ungarn ausgeführt. Gebleichte und gefärbte Kammgarne 
werden für 2,4 Mill. Mk. eingeführt. 
Seide. Die Einfuhr an Organsin und Trame ist sehr bedeutend; sie betrug 
inr Jahre 1913 82,2 Mill. Mk. und kam hauptsächlich aus Italien und Frankreich. 
Davon wurden für 29,2 Mill. Mk. wieder ausgeführt und zwar hauptsächlich 
nach Deutschland. 
An Florettseide, gekämmt, als Ausgangsmaterial der Florettspinnereien, 
wurden für 19,5 Mill. Mk. ein- und für 4,4 Mill. Mk. ausgeführt. Die Einfuhr 
stammt hauptsächlich aus Frankreich. 
An Florettgarnen wurden für 2,1 Mill. Mk. ein- und für 27,4 Mill. Mk. aus 
geführt. Die große Ausfuhr zeigt die Bedeutung der schweizerischen Florett 
spinnereien und -Zwirnereien. Die hauptsächlichen Absatzländer sind Deutsch 
land und Amerika. 
Auch die Ausfuhr an gefärbter, Näh-, Stick- und Posamentierseide im Werte 
Von 19,9 Mill. Mk. ist recht hoch; sie geht hauptsächlich nach Deutschland und 
Osterreich-U ngarn. 
Leinen. Die Einfuhr an Leinengarnen, roh, gebleicht, gefärbt oder bedruckt, 
betrug i m Jahre 1913 3,2 Mill. Mk. 
F er tigwaren. 
Sowohl die Ein- als auch die Ausfuhr an Textilfertigwaren ist verhältnis 
mäßig recht bedeutend. Nähere Einzelheiten sind bei den später folgenden 
Abschnitten über die Entwickelung der verschiedenen Zweige der Textilindustrie 
zu ersehen.
	        
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