fullscreen: Die Social-Demokratie

Arbeitsertrag. 
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„— doch laßt nicht Faule sie tragen! — Schmiedet Eisen 
„doch tränkt es nicht mit Bruderblut! 
„Proletarier, wollt Ihr ewig Proletarier sein? Män- 
„ner der Arbeit, wollt Ihr immerdar fernstehen, wo Ihr 
„selbst den Tisch gedeckt habt? Die Morgenröthe der Zu- 
„kunft leuchtet schon; es gibt einen Weg ans dem Elende, 
„es gibt einen Weg aus dem Wirrsal von Jammer und 
„Verbrechen — das ist der Socialismus. 
„Der Socialismus kennt keine Herren und Knechte, er 
„kennt nur Arbeiter und Brüder; der Socialismus schafft 
„kein Elend und Verbrechen; er will nur das Glück der 
„Menschheit und den Triumph der Sittlichkeit. Drum Pro- 
„letarier. Enterbte und Hungernde, seht, in ihm ist Euer 
„Heil, er bedeutet für Euch Brod, er bedeutet Freiheit, 
„er bedeutet Errettung ans öder Geistesnacht. Folgt 
„seinem Banner; der Socialismus wird die Menschheit 
„erlösen und in Liebe vereinen." 
Sagten wir zuviel, wenn wir behaupteten, daß die so 
cialistische Lehre vom Arbeitsertrag dazu dienen müffe, den 
Klaffenhaß zu schüren? Muß nicht in der Brust eines jeden 
Arbeiters, der solche Schilderungen und Darstellungen, wie 
die in obigem Leitartikel mitgetheilten, kritiklos in sich auf 
nimmt, die tiefste Erbitterung erzeugt werden, weil 
er, so oft er Abends die Werkstätte verläßt, die fertig ge 
stellten Produkte, auf welche er ein ausschließliches Recht zu 
besitzen glaubt, abliefern, und alle 14 Tage sich mit einem 
dem Werth der Produkte nicht gleichkommenden Arbeitslohn 
abfinden lassen muß! Und zwar geht cs hier einem Arbeiter 
wie dem anderen. Es ist nach socialistischer Fiktion eine Un- 
ñerechligkeit, unter welcher die ganze Arbeiterklasse leidet. Die 
Arbeiterllaffe wird von der llnternehmerklaffe ausgebeutet 
und um einen wesentlichen Theil der Frucht ihrer Arbeit
	        
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