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Dänemark. Textilindustrie.
Hergestellt wurden in diesen Betrieben 1 ):
Menge in Tonnen
Wollene und halbwollene Waren 2944
Baumwollene Waren 5851
Halbleinene Waren 161,6
Ganzleinene Waren 148,9
Wert in Mill. Mk.
16,2
20,6
0,8
1,0
Die dänische Industrie deckt den größten Teil des Inlandsverbrauchs an
wollenen Decken und ähnlicher "Ware; dagegen werden von wollener Meterware
noch ungefähr ein halbmal soviel vom Ausland eingeführt, als die einheimische
Industrie hersteilen kann. Wollene Fußbodenteppiche, sowie Fußbodenzeug,
werden ausschließlich vom Auslande geliefert.
Von den aus Pflanzenfasern hergestellten Manufakturwaren deckt die ein
heimische Industrie über 90 Proz. des Verbrauchs an Gardinen und mehr
farbigen Stoffen, ungefähr zwei Drittel der ungebleichten Baumwollwaren und
rund die Hälfte der einfarbigen, sowie ungefärbten gebleichten Waren, während
Spitzen und ähnliche offene Waren, Baumwollwaren, Jutewaren, Segeltuch und
sonstige grobe Waren eingeführt werden.
Ähnlich wie in anderen Ländern verschwinden auch in Dänemark die
Kleinbetriebe immer mehr. Während es von diesen im Jahre 1897 noch rund
3000 gab, betrug ihre Zahl 1914 kaum noch 550. Aber auch in den größeren
Betrieben mit mechanischer Kraft versucht man Arbeitsersparnisse zu erzielen,
indem man mehr zur Aufstellung von automatischen Maschinen übergeht.
In der Wirkwarenindustrie gibt es 581 Betriebe mit insgesamt 4823 Ar
beitern, von denen ungefähr 2500 in den Fabriken und der bei weitem größte
Teil des Restes als Heimarbeiter beschäftigt werden.
Die Produktion von 44 Betrieben, die ungefähr 90 Proz. der sämtlichen
Arbeiter beschäftigen, ist aus der folgenden Aufstellung ersichtlich, der gleich-
zeitig die Einfuhr der betreffenden Waren
beigefügt ist:
Produktion
Wert
Einfuhr
Wert
in Tonnen
in Mill. Mk.
in Tonnen
in Mill. Mk.
Ganz- und halbwollene Strümpfe . . .
• 424,5
3,56
95
1,62
„ „ „ andere Waren .
. 680,6
5,60
77,6
—
Baumwollene Strümpfe
• 44,3
0,23
88
0,60
Sonstige Baumwollwaren
• 524,5
2,06
57,4
0,29
Zusammen
: 1673,9
11,45
318
2,51
Die Einfuhr vom Auslande deckt ungefähr 66 Proz. des Verbrauchs an
baumwollenen und 19 Proz. an wollenen Strümpfen, sowie 10 Proz. an sonstigen
Wirkwaren.
x ) „Leipziger Monatsschrift für Textilindustrie, 1916“, Sondernummer 2.