Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

E.  Jüngst,  Die  Knappschaftskassen,

263

Vsrsicherungsleistmigen  im
Berhältntz  zu  den  Beiträgen

1860  104,62  °/o
1870  93,89  °/o
1880  92,82  °/o
1890  85,67%
1900  81,18%
1905  88,61%
1909  70,05  %

Wertvoll  ist  auch  die  Feststellung  des  Verhältnisses  der  Verwaltungskosten ­
  zu  der  Gesamteinnahme  und  der  Gesamtausgabe,  worüber  die
folgende  Tabelle  Ausschluß  gibt.
Es  stellte  sich  das  Verhältnis  der  Verwaltnngskosten  bei  den  preußischen ­
  Knappschaftsvereinen  zu  der:

Ge-Ge-









samteinnahme

samtausgabe

samteinnahme

samtausgabe

in  der  Krankenkasse

in  der  Pensionskasse

°/o

%

oIo

%

1908

3,40

3,95

1,99

3,68

1909

3,44

3,83

2,09

3,80

1910

3,79

4,26

2,25

4,04

Das  Verhältnis  von  Einnahme  und  Ausgabe  ergibt  Verlust  oder
Überschuß,  auf  welch  letzterem  sich  das  Vermögen  aufbaut.
Wie  der  Überschuß  sich  im  Laufe  der  letzten  2  Jahrzehnte  bei  den
Knappschaftsvereinen  in  Preußen  und  im  Reiche  entwickelt  hat,  zeigt  die
obenstehende  Tabelle  auf  S.  264.
Das  Vermögen  der  Knappschaftsvereine  zeigt  eine  der  Gestaltung
des  Überschusses  entsprechende  Entwicklung.  (Siehe  die  untenstehende
Tabelle  auf  S.  264.)
Gegen  1891  weist  es  in  1910  einen  Zuwachs  von  266  Mill.  Mk.
auf,  das  bedeutet  eine  Steigerung  aus  annähernd  das  Fünfeinhalbfache.
Fast  die  Hälfte  dieses  Zuwachses  entfällt  auf  die  Jahre  1907—1910
und  ist  im  wesentlichen  als  die  Folge  der  preußischen  Knappschaftsnovelle
von  1906  anzusehen.  Das  durchschnittliche  Vermögen  des  einzelnen  Vereins ­
  hat  sich  von  430  000  Mk.  in  1891  auf  2,78  Mill.  Mk.  in  1910,
mithin  auf  mehr  als  das  Sechsfache  gehoben,  auf  ein  Mitglied  ergibt
sich  ein  Vermögenszuwachs  um  214  Mk.  oder  167  %.
            
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