Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

E.  Jüngst,  Die  Knappschaftskassen.

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Versicherungsanstalt",  bei  der  die  meisten  im  Bereich  der  preußischen
Knappschaftsvereine  beschäftigten  Bergarbeiter  rückversichert  sind.  Der
Beitritt  außerpreußischer  Vereine  zu  dieser  Anstalt  auf  Gegenseitigkeit  ist
zwar  möglich,  aber  bis  jetzt  noch  nicht  erfolgt.
In  ihrem  ersten  Jahre  hatte  die  Knappschafts-Rückversicherungsanstalt ­
  ein  Vermögen  von  18,1  Mill.  Mk.,  das  in  1911  auf  69,7  Mill.
angewachsen  war.  Es  gliederte  sich  in  diesen  beiden  Jahren  wie  folgt:

1908

1911

Vermögen

VomGes.-Vermögen


Vermögen

VomGes.-Vermögen


ant.

0/0

Mk.

o/o

Hypotheken  ohne  Amortisation.

3  941  800

21,76

39  493  575

56,64

,,  mit

1  037  049

5,73

10  485  656

15,04

Kommnnaldarlehen

11447  185

63,19

14  500  307

20,80

Deutsche  Reichsanleihe

14  826

0,08

80  000

0,11

Preußische  Konsols

—

—

107  300

0,15

Rheinprovinz-Anleihe

—

—

125  000

0,18

Sonstiges

1  673  382

9,24

4  936  816

7,08

Zusammen

18  114  242

100

69  728  654

100

Danach  kommen  für  die  Anlage  des  Vermögens  der  Rückversicherungsanstalt ­
  in  erster  Linie  die  Darlehen  auf  Hypotheken  in  Betracht,  auf  die
1911  71,68  °/o  des  Gesamtvermögens  entfielen;  weitere  20,80  %  waren
gleichzeitig  auf  Kommunaldarlehen  ausgegeben.  Dagegen  ist  der  Besitz
an  leicht  realisierbaren  Wertpapieren  bei  der  Rückversicherungsanstalt  unbedeutend ­
  zu  nennen.  Eine  große  Rolle  spielt  dieser  dafür  bei  den  einzelnen ­
  Vereinen.  Bei  der  Pensionskasse  des  Allgemeinen  Knappschafts-Vereins
  in  Bochum  machte  er  44,50  °/o  des  Gesamtvermögens  aus,
darunter  12,96  °/o  kurssähige  und  31,54  °/o  nichtkurssähige  Wertpapiere.
Bei  dem  Saarbrücker  Verein,  der  diese  Unterscheidung  nicht  kennt,  machten
die  Effekten  19,60  °/o  des  Gesamtvermögens  der  Pensionskasse  aus,  bei
dem  oberschlesischen  Verein  20,57  ®/o,  bei  dem  Hauptknappschaftsverein
Clausthal  47,65  °/»,  bei  dem  niederschlesischen  Verein  19,52°/».  Die
Hypotheken  sind  an  dem  Vermögen  des  Allgemeinen  Knappschaftsvereins
zu  Bochum  mit  24,99°/»  beteiligt,  der  Saarbrücker  Verein  hat  darin
nur  8,26°/»  seines  Vermögens  angelegt  (daneben  noch  2,77°/»  in  Kommunaldarlehen), ­
  der  oberschlesische  13,65°/»  (und  37,20°/»  auf  Darlehnsverträge), ­
  der  Clausthaler  Verein  13,20°/».
Wir  hatten  schon  eingangs  darauf  hingewiesen,  daß  einige  Knappschaftsvereine ­
  neben  der  reichsgesetzlichen  Krankenversicherung  sowie  der
auf  Landesgesetz  beruhenden  Pensionsversicherung  auch  die  durch  das  In ­
            
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