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I. Geschäftliche Versicherung.
zunehmender Dauer im allgemeinen erhöhte Zuführungen zu den
Prämienreserven erfordern, so entspricht dem Erlöschen zahlreicher, meist
länger bestehender Versicherungen eine verminderte Zufuhr zu den Prämien
reserven, die durch den Abschluß neuer Versicherungen, die zunächst nur
geringe Rückstellungen zur Prämienreserve erfordern, keinen Ausgleich
findet. Sind allerdings die neu abgeschlossenen Versicherungen besonders
zahlreich und hoch, so kann durch die größere Anzahl kleiner Zuführungen
der Ausfall von einer geringeren Anzahl großer Zuführungen ausgeglichen
oder sogar übertroffen werden. Letzterer Fall ist für das Jahr 1909
anzunehmen, das wieder ein prozentuales Steigen der von der Einnahme
zur Prämienreserveverstärkung verwandten Beträge ausweist.
Die aus Guthaben anderer Versicherungsunternehmungen, Bar
kautionen, Hypothekenschulden und anderweitigen Verpflichtungen be
stehenden Passiven der Gesellschaften sind hier unberücksichtigt geblieben.
Hinsichtlich der Aktiven ist entsprechend verfahren worden, insofern nur
die in der Hauptsache zur Deckung der Reserven dienenden festen Kapital
anlagen in den Bereich der Untersuchung gezogen worden sind, dagegen
die in Kassenbestand, Inventar, Kautionsdarlehen und sonstigen kleinen
Vermögensteilen bestehenden Aktiven, ferner die Aktivforderungen aus
geschieden wurden. Diese Posten sind verhältnismäßig geringfügig und
haben ihrem Umfang, zum Teil auch ihrer Natur nach keine Bedeutung
für die Spartätigkeit der Unternehmungen.
Anwachsen der Anlagen.
Die Kapitalbestände, die zur Deckung der Reserven dienen, müssen
natürlich mit diesen wachsen; sie nahmen zu (in Millionen Mark):
Tabelle 22.
1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909
um 235 245 231 244 248 207 266.
Die hier dargestellte jährliche Zunahme der Kapitalanlagen ist ab
gesehen vom Jahr 1908 größer als die der Reserven. Der Grund dafür
liegt darin, daß aus den Gewinn- und Verlustrechnungen die lediglich
für das Lebensversicherungsgeschäft in Betracht kommenden Rücklagen
entnommen werden konnten, während die Bilanzen, aus denen das
Wachstum der Kapitalanlagen festzustellen war, sich auch auf das andere
von einigen Lebensversicherungsgefellschaften betriebene Geschäft beziehen-
Eine Trennung der Anlagen nach den verschiedenen Geschäftszweigen ist
nicht möglich. Im Jahre 1908 sind die Rücklagen in der Lebens
versicherung größer, als die Zunahme der festen Kapitalanlagen beträgt-