IIL.
Der britische Imperialismus in Indien,
Persien und Mesopotamien.
Die Folgen der britischen Weltherrschaft schilderte, von der Ver-
sammlung stürmisch begrüßt,
Jawahar Lal Nehru (Indien),
der Delegierte des Allindischen Nationalkongresses:
M it größter Freude überbringe ich die warmen und herzlichen Grüße des
— Indischen Nationalkongresses, der mich beauftragt hat, unsere natio-
nale Bewegung mit diesen international vereinigten Bestrebungen zur Be-
kämpfung des Imperialismus zu verbinden. Wir in Indien haben die
volle Gewalt des Imperialismus zu spüren bekommen. Wir wissen genau,
was er bedeutet, und wir sind natürlich an jeder Bewegung interessiert,
die sich gegen den Imperialismus richtet. In der Tat, wenn Sie ein
typisches Beispiel suchen, das Ihnen helfen soll, die Ergebnisse des
Imperialismus zu verstehen, so glaube ich, könnten Sie kein besseres
Finden als Indien. An Indiens innerer Lage kann man, wie schon
unser Präsident gesagt hat, sehen, in welcher Weise der englische
Imperialismus die Arbeiter unterdrückt und ausbeutet. Welche Phase
des Imperialismus Sie auch studieren wollen, Sie finden in Indien da-
für ein wunderbares Beispiel. Unsere Probleme berühren uns natürlich
üef, aber ich möchte Ihnen allen, ob Sie nun aus China, Ägypten oder
andern fernen Ländern kommen, doch sagen, daß Ihre Interessen sehr
den unsern gleichen und das Problem Indien auch für Sie von Interesse und
Wichtigkeit ist. Ich kann hier nicht die ganze Geschichte der Ausbeutung
Indiens erzählen, wie man es mißbraucht, unterdrückt und ausgeplündert
hat. Es ist eine lange und sehr traurige Geschichte, und alles, was ich
tun kann, ist, Ihnen ein oder zwei der wichtigsten Faktoren anzudeuten,
die wir auf diesem internationalen Kongreß besonders beachten müssen,
Weil sie mit unserer Arbeit in besonderer Beziehung stehen. Sie haben von
Verschiedenen Unruhen, Massakern und Schießereien gehört, und die meisten