auf besonders luftdichten Verschluß ankommt, wird vor dem An
sicken des Bodens auf dem Berührungskreis der Zarge ein
Gummiring aufgelegt. Unter einem gas- oder elektrisch beheiz-
ten Stempel wird dann die Zarge auf den warmen und weich
gewordenen Gummi aufgesetzt, und danach wird der Boden
umgefalzt. Amerikanische Werke arbeiten das Verfahren der-
artig, daß kein Gummiring aufgesetzt, sondern flüssiger Gummi
auf die betr. Stellen gebracht wird.
Kleinere Dosen und Blechschachteln werden oft nur zwei-
teilig hergestellt, wobei der Boden abgesetzt umgefalzt ist. Die
Formen sind verschieden. Zwecks einfachen Kinsteckens in
die Tasche empfiehlt sich bei Pastillenschachteln die ovale Form,
bei Farbbändern zwecks bequemer Herausnahme die viereckige
Form mit abgerundeten Ecken. Am billigsten sind in der Her-
stellung runde Formen und deshalb am häufigsten anzutreffen
und am meisten beliebt. Bei Schuheremedosen empfiehlt es sich
die Passung von Deckel auf Boden besonders stramm zu wählen,
da das im Schuhereme enthaltene Terpentinöl leicht verdampft,
und bei längerem Lagern und nicht luftdichtem Verschluß der
Creme hart wird, springt und unbrauchbar wird.
Häufig werden Zigaretten in luftdichten Verpackungen
nach Übersee versandt. Es gibt für diesen Zweck einen besonders
eigenartigen Verschluß. Der Boden wird über die runde Dose
eingefalzt und verlötet. Nach Füllung der Dose wird der Deckel
in derselben Weise aufgebracht, so daß die Verpackung äußerlich
ganz der einer gut verschlossenen Konservendose gleicht. Außer
Deckel und Boden wird ein Überdeckel, gemäß Abb. 107; der
Packung mitgegeben. In dem Überdeckel befindet sich ein
kleines Messer, das beim Versand ganz an den Rand des Über-
deckels geschoben
ist und somit we-
nig Platz kostet.
Zwecks Öffnen der
Dose wird das Mes-
ser des Überdek-
kels nach innen
Schieberförmig ge-
drückt, dann der
Überdeckel in die-
ser Messerstellung
aufden Boden oder
Deckel der Pak- Abb. 107. Luftdichte Zigarettenpackung mit
kung aufgedrückt. Messerdeckel.
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