als Geld, mit welchem sie sich durch eigene Ger
mittels des Handels am leichtesten versorgen könnet
dasjenige, welches ihrem Tauschbedürfnisse am meist
Auf ersterer Beziehung beruht es, daß hier und da
als Silber, oder Kupfer zeitiger als Eiseu zum Gelddie,
wurde. Gold namentlich kann durch bloßes Auswa
Goldsand meist sehr viel kunstloser gewonnen werden als
aus Erzen, und ist demnach dort, wo es lose im aufgeschwemmten
Lande, in sogenannten Seifengebirgen, in Flüssen und Bächen
reichlicher vorkommt, ungleich zugänglicher als dieses, während
Kupfer sich jedenfalls leichter als Eisen verarbeiten läßt und zu
mal dort, wo es gediegen vorkommt, ebenfalls nicht besonders
schwer auszubeuten ist.
9 104.
Als Geld sind die Edelmetalle endlich weitaus am besten
in der Form von geprägten Stücken, M ünzen, zu gebrauchen,
deren Gepräge ein bestimmtes Gewicht an rauher Metall
masse (Schrot) von einem bestimmten Feinheitsgrade (Korn)
und somit eine bestimmte Gewichtsmenge mi feinem Gold
oder Silber (Feingehalt) verbürgt, wodurch die Mühe des
jedesmaligen Prüfens imd Zuwägens erspart und ein zuver
lässig in gewisse Maßgrößen abgetheiltes Zahlungsmittel
gewonnen wird.
Ungemünzte imfc> blos behufs Gewährleistung ihres
Feinheitsgrades gestempelte Gold- oder Silberstangen,
Barren, werden daher auch schließlich nur noch im Groß
handel und in den Fällen, lvo Münzen ebenfalls lediglich
als nngepragtes Metall anzunehmen wären, zu Zahlungen
benutzt.
Jedes Metall kann nur in bestimmten Werthseinheiten als
Geld benutzt werden, und ist zum Gelddicnste in der Form von
bereits nach einem allgemein angenommenen Maße abgemessenen
Maßtheilen, also in der Münzform am brauchbarsten, in welcher
dessen Güte unb Menge deshalb nicht erst bemessen zu werden
braucht, weil jene und diese eben schon bei dem Ausmünzen
bemessen und glaubwürdig bezeichnet worden ist.