kämpfern gewonnen worden, von denen ich an dieser
Stelle als Veteranen der Bodenreformer den schon im
erstem Abschnitt erwähnten Zeugschmiedemeister Her-
mann Jahn, ferner Professor Dr. Paul Oertmann, die
Justizräte Eschenbach, Bieber und Berg, den Chemiker
Dr. W. Poetsch, den Rittmeister a. D. Emil Reinicke, der
schon der Land-Liga angehört hatte, den Schriftsteller Dr.
Fritz Skowronnek, den Fabrikanten Paul Knopp, die
kaufmännischen Beamten Ludwig Eschwege, August Har-
der und Albert Daumann und den Korrektor Max Roß
uennen warill.
Die meisten Vorträge mußte ich übernehmen. In den
Versammlungen hat sich ein Hinweis auf die Vorlage
des Berliner Oberbürgermeisters und späteren Finanz-
ministers H o b r e < t vom Juni 1872, an die im Jahr-
gang 1915 des Bundesorgans wieder erinnert worden
ist, besonders wirksam erwiesen.*x) Das damals ange-
sichts der Wohnungnot für ein eingreifen der Gemeinde
von Hobrecht aufgestellte Programm kann noch jetzt nach
mehr als fünfzig Jahren als vorbildlich anerkannt wer-
den. Er hat in den übermäßig gesteigerten Preisen des
Baugrundes das größte, Hindernis für eine schnelle Aus-
dehnung der Bebauung gesehen und hat die Fürsorge für
Verkehrstraßen als wirksames Mittel empfohlen. Das
wichtigste sah er in der Verwertung und Hergabe von
städtischem Grundbesitz auf dem Wege von Verpachtung
auf längere Zeit zum Zwecke und unter der Bedingung
sofortiger Bebauung. Schon der Umstand spräche dafür,
daß das bauen erleichtert werde, weil das Kapital sür den
Grund und Boden erspart werde. Er hoffte auf das ein-
greifen von Genossenschaften zur Beschaffung von Wohn-
häusern und wies darauf hin, daß für diese die Durchfüh-
rung ihrer Zwecke mit möglichst geringer Kapitalanlage
ein wesentliches Moment gedeihlicher Entwicklung sei.
TH zeitfchritt Bodenreform 1915 Nr, 9.
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