durch die Zeitungen allgemein bekannt wurde, und unsere
Anregung beachtet hätte, so würde er wahrscheinlich viele
Jahre später nicht den unersetlichen Verlust eines Teils
des Tempelhofer Feldes beklagt haben.
HAllwohls-Bund unc Bauvereine.
Qn Jahr 1890 waren mit dem von Dr. Theodor
§ Stamm gegründeten All w o h l s - B un d über eine
Vereinigung mit uns Verhandlungen geführt worden,
die damals an den unerfüllbaren Forderungen dieses
Vereins gescheitert waren. Dem Verlangen, Dr. Stamm
zum lebenslänglichem Ehrenmitglied zu ernennen, hätten
wir gern entsprochen. Der Anspruch, den Namen des
Allwohls-Bundes für unseren Verein und für unser
Bundesorgan anzunehmen, bedeutete aber ein vollstän-
diges aufgehen des größeren Vereins in den kleineren
und war unannehmbar gewesen.
Nach dem am 7. Juni 1892 erfolgtem Tode Stamms
wurde der Versuch einer Einigung wiederholt. Er schei-
terte aber nochmals. Die bedenkliche Rolle, die Bernhard
Eulenstein, als Mitglied unseres Bundes und fanatischer
Anhänger von Henry George in dieser Angelegenheit
hinter unserem Rücken gespielt hat, ist von Wehberg in
seinem Buch (S. 60) geschildert worden. Eulenstein hat
damals an Wehbergs Vater geschrieben und hat ihm von
der geplanten Verbindung abgeraten. Unser Bund sei
finanziell ruiniert und möchte seine Verhältnisse durch
eine vernunftgemäße Ehe wieder arrangieren(!). Weh-
bergs Vater hatte mir diesen Brief eingeschicktt. Es war
darin sogar angedeutet worden, daß der Schutz der Bau-
handwerker aus geschäftlichen Gründen von mir ange-
strebt werde. Trotzdem hat Eulenstein sich in unserer
lichten Sitzung eingefunden, als wenn nichts geschehen
äre.
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