Die Zahl der Leser des Blattes hatte sich unter der Re-
daktion von Bachmann wieder vermindert. Bachmann
hat am Schlusse des Jahres die Redaktion niedergelegt,
und Damaschke hat sie anfang 1896 notgedrungen wieder
übernehmen müssen.
Das Jahr 1896 hat uns einige Erfolge gebracht. Mar-
fels hat das Jahr mit einem Aufsatz eröffnet, worin er
die Meinung vertreten hat, daß die Bodenreform in den
anglosächsischen Ländern zuerst zum Siege gelangen
werde. Wir hätten auf dem Kontinent nur das Feuer
zu hüten, das am Tage des Sieges drüben auch mit einem
Schlage bei uns zur erleuchtenden wärmenden Flamme
werde müsse. Bei den anglosächsischen Völkern wachse die
Erkenntnis, daß die soziale Frage eine Grund- und
Bodenfrage sei, und daß diese scheinbar so komplizierte
Frage auf eine verhältnismäßig einfache Weise zu
lösen sei.
gr. Februar 1896 ist die Absicht bekannt geworden,
den Botanischen Garten, der sich in einer
Ausdehnung von 137 350 am aus der Zeit des Großen
Kurfürsten im Westen der Stadt Berlin erhalten hatte,
an eine Großbank zu verkaufen und der Bebauung zu
überlassen. Der Bund hat sofort gegen dieses Projekt
Stellung genommen und hat am 19. Februar eine öffent-
liche Versammlung veranstaltet, in der Ottomar Beta den
großen Wert dieses historischen Gartens für die Bevöl-
kerung des Westens der Stadt hervorgehoben hat, Er hat
ausgeführt, daß sowohl vom ästhetischem wie vom hygieni-
schem Standpunkte und auch aus Pietät gegen das Hohen-
zollerngeschlecht der Verkauf des Botanischen Gartens
verhindert werden müsse. Die Veräußerung berühre eine
Prinzipienfrage: Die Unversschuldbarkeit des Grund und
Bodens. Er trat lebhaft dafür ein, daß der Garten vor
den Gaunerkrallen der Terrainspekulanten und Bau-
:,000