Object: Oekonomik der Transformationsperiode

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elcmente voraus, nicht nur der sachlich-materiellen, sondern 
auch der Personenelemente. Aber in der betrachteten Periode 
gibt cs diese Voraussetzung nicht und kann es auch nicht geben. 
Jedoch in gewissem Sinne kann man immerhin auch hier von 
einem Schritt vorwärts reden. 
In der Tat, wir sahen oben, daß die technischen Pcrsoncnbe- 
ztchungen in der Arbeit zugleich auch soziale Beziehungen sind. 
Deshalb stellt vom Standpunkt des Vergleichens mit der abso 
luten Desorganisation des Wirtschaftsapparates, da dem Unter 
nehmen jedes Organisationsprinzip fehlt, die „Eroberung der 
Macht“ im Betrieb durch die proletarischen Keimzellen ein 
Plus dar, ja sogar vom Gesichtspunkt der Logik der „reinen 
Produktion“. Unermeßlich wesentlicher erscheint diese Macht 
eroberung in Hinblick auf ihre Rolle im allgemeinen histori 
schen Prozeß, Denn nur auf diesem Wege kann das Eindringen 
der Arbeiterklasse, als organisierenden Prinzips in den Produk 
tionsprozeß stattfinden. Der Sache nach ist die Aufgabe 
eine wirtschaftliche Kampfaufgabe; die Arbeiterklasse als 
herrschende Klasse in allen Poren des Wirtschaftslebens zu 
befestigen. In technischer Hinsicht ist dieses System, das un 
vermeidlich die weitestgehende Kollegialität, das Prinzip der 
absoluten Wählbarkeit (dabei segelt diese Wählbarkeit unter 
der politischen Flagge und nicht unter der Flagge der techni 
schen Ordnung), die häufige Absetzbarkeit und — kraft weit 
gehender Kollegialität — eine Dezentralisation und Zersplitte 
rung der Verantwortlichkeit zur Folge hat, lange nicht voll 
kommen,*) Aber nur dadurch kann die Arbeiterklasse ihre Posi 
*) Deshalb hat Otto Neurath recht, wenn er sagt, daß die „Ausschüsse“ 
(„Komitees" oder „Räte“) ihrer Konstruktion nach für rein geschäftliche 
Produktionsfunktionen wenig brauchbar sind (dasselbe auch bei F. Eulen- 
herg l. c.). Doch begreifen diese „Kritiker“ absolut nicht oder tun so, als 
wenn sie die gesellschaftliche und gesellschaftlich notwendige Bedeutung 
dieser Uebergangsformen nicht begreifen. Richtig wird die Frage von 
Ing. Hermann Beck auf gestellt, 1, c.
	        
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