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rische Scheidung von kaufmännischer und Unternehmerarbeit. Das
Konto des Handelswertes A wird somit durch den Übertrag: an
Ertragskonto 37.000 Mark ausgeglichen.
Diejenigen Konten der Bilanzrechnung, die nach Einstellung
eines vorhandenen Kapitalnachweisungspostens nicht ausgeglichen
werden, sondern noch einen Überschuß des Solls oder Habens zei-
gen, sind die Konten der Handelswerte; sie nehmen mit ihren Über-
schüssen an der Ertragsbildung teil. Diese Überschüsse werden
durch zwei Sammelposten: Verschiedene an Ertragskonto und Er-
tragskonto an Verschiedene auf Ertragskonto übertragen, und der
Saldo des letzteren nimmt seinen Weg zum Unternehmerkonto bzw.
Verfügungskonto und von hier wieder zum Bilanzkonto, das damit
seine Ausgleichsaufgabe beendet hat.
Folgende schematische Darstellung mag zur Veranschaulichung
der Beziehungen zwischen Kapitalnachweisung und Kontenbilanz
beitragen.. Die Kapitalnachweisung läßt sich zurückführen
auf die Gleichung:
Aktiva Zahlungswerte + Aktiva Handelswerte = Passiva +
Kapital neu, daher:
Kapital neu — Kapital alt = Unternehmerleistung.
Die Kontenbilanz läßt sich auf folgende systematische
Übersicht zurückführen:
Soll Konten der Handelswerte Haben
i An Verschiedene aus Werbungs- Von Verschiedenen aus Verwertungs-
geschäften geschäften
‚m Ertragskonto „ Bilanzkonto
Saldo der Überschüsse der Aussonderung aus W =— AH
einzelnen Konten = U der der Kapitalnachweisung
Kapitalnachweisung
Soll Bilanzkonto Haben
An verschiedene Konten der Von verschiedenen Fremdkonten
Zahlungswerte > deren Salden = P der
deren Salden = AZ der Kapitalnachweisung
A ET „ Unternehmerkonto
„ verschiedene onten der i .
Handelswerte ET alt | = Kapital neu
Aussonderungswerte = AH der
Kapitalnachweisung
Könnte U aus V errechnet werden, so wäre das Ertragskonto
unabhängig und müßte AH selbständig liefern. Dies ist, wie bespro-
chen, nicht möglich. Die Bilanz bleibt aber reine Buchhaltungs-
sache, wenn AH der Buchhaltung des Leistungsgegenstandes als
voller Werbungswert entnommen wird. Erhält die Kapitalnach-
weisung AH durch Bewertung vorn außen, so entsteht nicht U: die
Bilanz ist keine Ertragsbilanz.
Zur Ermittelung von U bedarf die Kontenbilanz, wie wir sehen,
nicht der Kenntnis des Anfangskapitals. Der Buchhalter braucht